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 Jaci
Velásquez
"beauty has grace"

( 2005 WBR Christian / Free Records
Music )
Jaci-Kenner wird dieses Album wohl verwundern. Denn die
junge Dame mit der großen Stimme klingt anders. Der Sound hat sich
verändert, und doch ist es weiterhin Pop. Während Jaci
früher für großen Soul und leichten Pop stand, singt sie
nun mit ihrer großartigen Stimme alternativen, erdigen Pop.
Wirft der Jaci-Hörer nach erstem Stirnrunzeln einen Blick in die
Album-Credits, wird ihm der Name Martin Terefe ins Auge fallen: Jacis
neuer Produzent. Kein Bekannter aus der frommen Szene, sondern ein Mann,
der für seine Arbeit mit Coldplay und Ron Sexsmith bekannt ist. Und
mit diesem Namen wird dem geneigten Jaci-Fan einiges klar - denn exakt
nach diesen Brit-Rockern klingt Jacis neuer Sound! Jedoch hat sie diesen
Stil nicht von Terefe diktiert bekommen. Nein, Jaci hat sich ihn als Produzenten
ausgesucht, weil sie ihn für seine bisherige Produzentenarbeit bewundert
hat und eben so klingen wollte. Damit bricht sie nicht aus ihrer Rolle
aus, sondern entwickelt sie mutig weiter. Überhaupt wird Jaci mit
jedem Album mehr zum Künstler - sie co-produziert, schreibt den Löwenanteil
der Songs und teilt sich in den Texten mit. Das macht authentisch - sie
sagt es selbst: »Zum ersten Mal fühle
ich mich, als zeige mich diese Art unbearbeitet.«
Manchem alten Jaci-Fan wird "Beauty has grace" zuerst wie ein
schlechtes Experiment vorkommen, doch wenn das Album Wurzeln schlägt,
wächst es und erweist sich als ihr vielschichtigstes und reizvollstes
Werk. Spätestens wenn man "When you hold me" hört,
kann man sich gar keinen anderen Sound mehr für Jaci vorstellen.
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