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 Projekt
/ Scott Blackwell
"A Myx'd Christmas"

( 1992 Myx Records/Frontline /
Pleitegeier )
1992 war das Jahr von Scott Blackwell. Er war Mitbegründer
der christlichen Dance-Branche und er produzierte seine Pionierwerke in
jenem Jahr. Dabei war auch sein erstes Dance-Weihnachtsalbum "a myx'd
christmas", benannt nach seiner damaligen Plattenfirma Myx Records.

Seine liebsten Weihnachtslieder versammelt er auf diesem interessanten
Scheibchen. Der Sound ist noch etwas typisch amerikanisch, aber paßte
voll in die damalige Zeit: Funk, HipHop-Anleihen und ein kräftiger Schuß
Detroit-House und hippe Dance-Rhythmen. Fertig war die Weihnachts-Platte.
Die Sounds klingen heute teilweise etwas befremdlich, aber wenn man aufmerksam
zuhört, kann viel zum Liebhaben finden. Irgendwie klingen die schweren,
sauren Beats nach Trip-Hop oder Acid-Jazz bzw. Acid-House. Und das war
damals noch gar nicht angesagt bzw. erfunden.
Absolute Sahne ist der Gesang von solchen Divas wie Sandra Stephens, Allegra
Parks und einigen anderen. Sandra und Allegra sind in Verbindung mit Scott
Blackwell wohl die besten Vocals zu christlichem Dance! Beide haben soviel
Gospel und Seele in der Stimme, daß sie praktisch wie ein weiteres Instrument
klingt und üppig Atmosphäre rüberbringt.
Die Neubearbeitungen der traditionellen Stücke wie "joy to the world",
"little drummer boy", "silent night" usw. entlockt einem schnell ein Grinsen,
ob der Cleverneß und gleich danach eine Bewegungstherapie...
"It's not about Santa" ist ein abgefahrener neuer Track, ebenso "christmas
in e flat minor", ein starkes Instrumental. Nummer neun ist ein etwas
schnellerer (im Vergleich zum CD-Rest) und kraftvoller Remix von "joy
to the world". Er ist mit 'Club House' betitelt, was bedeutet, daß Scott
ihn in seiner Dance-Radioshow spielte! Im letzten Titel reihen sich die
besten Weihnachtswünsche aller am Album beteiligten Leute aneinander -
unterlegt von einem urbanen Beat. Ein etwas verrückter, aber liebenswerter
"Rausschmeißer" ;-)

Schade, daß nur drei Liedtexte abgedruckt sind. Die Version von "joy to
the world" inklusive Raps, sowie die beiden neuen, eigenen Stücke "joy
and happiness" und "it's not about Santa".
Trotzdem kommt natürlich die Botschaft an, schon allein durch die Traditonals.
Aber Scott Blackwell war damals erst neubekehrt und er ging mit einer
Leidenschaft zu Werke, die man einige Jahre später manchmal etwas vermißte.

Fazit: Aufmerksam bis zum Ende durchhören. Klasse Beats und Basslines
- eine Produktion mit Suchtfaktor! (Für House-Sammler wohl ein echtes
Juwel!)
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