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 Projekt
/ Various
"unshakeakbe (Acquire The Fire)"

( 2001 inpop Records / Gerth Medien
)
In den USA und Kanada gibt es die "Acquire The Fire" Jugendveranstaltungen
bzw. Lobpreis-Festivals, wo in den letzten Jahren auch CDs produziert
worden sind. Die Vorliegende ist nun die erste Interpreten-bezogene CD,
im Gegensatz zu vorherigen, die thematisch orientiert waren.

Es ist ein interessantes Multikünstler-Projekt geworden mit einigen Überraschungen.
Die erste besteht schon darin, daß Superchic[k]
einen Titel von Matt Redman covern ("holy
moment"), jedoch in einer extrem rockigen Version. Die zweite ist der
erste richtige Soloauftritt von Jeff
Deyo, früher SonicFlood-Sänger,
mit "fill me". Die dritte ist Brad Olsen von The
Waiting, der damit das erste Hörsignal ("the wonderful cross", zusammen
mit Ron Luce) dieser Band nach fast drei Jahren abgibt. Und die vierte
ist eine quicklebendige Tifanny Arbuckle mit ihrer Band Plumb
- aus der Versenkung aufgetaucht mit einem der schnellsten Songs ihrer
Bandgeschichte (Cover von "history maker" von delirious?).
Beachtenswert ist das Gastspiel von Salvador-Sänger
Nic Gonzales mit "I wanna be clean". Herausragendes Lied ist jedoch aus
meiner Sicht Phil Joels "unshakeable".
Der Titelsong wird vom Newsboys-Bassisten
furios umgesetzt, ein Refrain zum mitpfeifen, die Gitarren ließ man richtig
krachen.
Für die ruhigen Töne der Platte zeichnen Melissa Tawlks und Ron Luce verantwortlich.
Sie singen die Lobpreis-Hits zum dahinschmelzen. Melissa ist der Aquire
The Fire-Organisation als Lobpreis-Leiterin angehörig und hatte bereits
im Frühjahr 2001 ihr Soloalbum veröffentlicht (leider bisher nicht in
Europa!). Ron ist der Chef von Teen Mania, einer Jugendmissionsorgansiation.
Beide Titel von Melissa sind erstklassig produziert und wunderbar eingängig.
"You are my king (amazing love)" hat am Ende sogar ein Streicherarrangement,
jawohl ;-) Zum Schluß des besonderen Projekts singen beide zusammen
die neue Anbetungshymne "God of wonders", welche durch das "city
on a hill"-Projekt populär wurde.

Zu den Texten bedarf es nur einiger spezieller Kommentare: Sie sind entweder
lobend an Gott gerichtet, oder aber persönliche Gebete an Ihn. Während
"God of wonders" ein wunderschönes neues Gemeindelied ist, das klar auf
Gott verweist, lassen andere Titel diese Deutlichkeit vermissen. Was bitteschön
soll ein "heiliger Moment" sein, um den es im ersten Stück des
Albums geht? Warum wird in "the air I breathe" nicht Gott oder Jesus erwähnt,
wenn es um das Brot des Lebens geht, sondern nur ein zweideutiges "Du"?
Desweiteren läßt sich der Worshipgehalt des Songs "history maker" mehr
als hinterfragen. Dieser Titel ist aus meiner Sicht egoistisch, so nach
dem Motto 'Herr schenke mir sofort alles, damit ich groß rauskomme'...
Andere Lieder, die sich mit dem wunderbaren Kreuz ("the wonderful cross")
oder auch dem König unseres Lebens ("you are my king") beschäftigen, zeigen,
wie man es anders machen kann.

Fazit: Fetziger Sound, tolle Refrains und eine Top-Produktion bei den
Arrangements kennzeichnen dieses Worship-Projekt. Von einigen textlichen
Anfragen mal abgesehen, läßt sich meine Kaufempfehlung am Ende doch nicht
'erschüttern'!
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