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 Projekt
/ Various
"city on a hill: it's christmas time"

( 2002 Essential Records / Gerth
Medien )
Bei den "City On A
Hill"-Projekten trifft bekanntlich die fromme Mainstream- und
Indieszene aufeinander. Nun geht der Reigen bereits in die dritte Runde
und herausgekommen ist dabei ein herrliches Weihnachtsalbum. Projekt und
Produzent Steve
Hindalong (von The Choir) hat mit seinem Partner Derri Daugherty (ebenfalls
The Choir) zwölf Tracks auf die Beine gestellt, die es in sich haben.

Wie gewohnt ist alles im massenkompatiblen Folk-Pop-Stil gehalten und
es gibt natürlich wieder herausragende Duetts. Nach dem Glocken-Intro
erklingt der Titel-Song mit einem Allstaraufgebot von allen am Projekt
beteiligten Interpreten. Das Lied selbst ist eine Art Medley aus bekannten
Weihnachtsklassikern, was gleichsam ankündigen soll: 'Hört her,
Leute, die Weihnachtszeit beginnt!' Weiter geht es mit Sixpence
None The Richer, die "Stille Nacht" singen und von nun an
mit Rebecca St. James darum konkurrieren,
wer denn jetzt die beste Rockversion dieses Evergreens hat ;-) Leigh
Nash, Frontfrau der Band, tritt im letzten Stück nochmals auf,
mit Michael Tait im Duett bei "o holy
night" in einem erste-Sahne-Arrangement!

Caedmon's Call knöpfen sich Steves
und Derris eigenen Song "babe in the straw" vor und liefern
damit einen potentiellen neuen Klassiker. Jars
Of Clay bringen uns auch ein neues Weihnachtslied, nachdem ihre EP
ja bereits sieben Jahre zurückliegt und ihr ursprünglich geplantes
Weihnachtsalbum für 2001 abgesetzt wurde. Aus diesen Sessions stammt
aber "Bethlehem town", eine lockerleichte Hymne über die
Geburtsstatt Jesu. Sara Groves singt
eine Neukomposition des Produzententeams, die ihr wie auf den Leib geschnitten
ist. Die junge Liedermacherin gibt eine immer bessere Figur ab und dürfte
sicher in Zukunft eine wichtige Rolle in der Szene spielen.

Nicht ganz so gut gefällt mir das Stück "holy Emmanuel",
gesungen von Terry Scott Taylor, weil die Hookline zu oft wiederholt wird.
Auch bei "manger throne" ist das der Fall, dem ansonsten starken
Duett von Mac Powell (Third Day) und Julie
Miller. Deren Stimme kommt beim Klassiker "away in a manger"
noch besser zur Geltung, wo ihr Duettpartner Derri Daugherty (The Choir)
heißt. Vor dem bereits erwähnten grandiosen Finale gibt es
noch zwei super Titel: Out Of Eden bringen
den Soul rein und fragen "do you hear what I hear?", das Lied
ist viel besser gelungen als ihr Beitrag auf "WOW
Christmas"! Danach folgt das Paul Colman
Trio mit "in the bleak midwinter", wobei die drei Jungs
zeigen, daß sie auch melancholische Hymnen drauf haben.

Betrachtet man die inhaltliche Seite des Werkes wird die Ausgewogenheit
zwischen klarer Weihnachtsbotschaft und mehr auf Unterhaltung ausgerichteten
Songs deutlich. Wie nicht anders zu erwarten bei dieser Reihe, sind alle
Liedtexte im Booklet nachlesbar. Dieses wurde übrigens wieder hochwertig
gestaltet und mit dem Coverbild und Texturen von Kim Thomas bestückt!

Fazit: Wenn man diese CD anhört, verschwinden ganz klar alle Zweifel:
Ja, es ist Weihnachtszeit. Und was für eine! Eine hochwertige Produktion
und talentierte Interpreten stimmen ein musikalisches Hoch auf den Geburtstag
von Jesus Christus an. Herzlichen Glückwunsch - und ich kann jedem
nur empfehlen, dabei einmal zuzuhören.
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