Projekt / Verschiedene - ''southern gospel - noch nicht zu Hause''Projekt / Verschiedene
"southern gospel - noch nicht zu Hause"


   ( 2001 Janz Team Music / Gerth Medien )

Bevor ich zu dieser CD komme, ist es sicher sinnvoll, kurz den Begriff "Southern Gospel" zu erläutern. Es handelt sich bei Southern Gospel um die eine Mischung aus der "schwarzen" Gospelmusik und den "weißen" Klängen des Dixie und Country. Das "southern" steht natürlich für Süden und macht kenntlich, daß diese Musik aus den Südstaaten kommt und auch heute dort ihr Zentrum hat. In den USA gibt es unzählige christliche Interpreten, die sich dem Stil des Southern Gospel verschrieben haben und eine riesige Anhängerschaft unter den amerikanischen Christen haben.

DeEtta Janz, die mit ihrem Mann Bob als Evangelistin in Deutschland/Europa und in ihrer Heimat (USA bzw. Kanada) unterwegs ist, hat sich um die Produktion dieses Albums gekümmert. Da sie im "Cowboyland" Nebraska aufwuchs, hat sie den authentischen Sound mitgebracht. Auf ihren Reisen singen die beiden auch Southern Gospel, was den Leuten gefällt - auch in Deutschland!
An vielen Stellen dieser CD swingt und groovt es - die Freude am Herrn und auch am Leben kommt rüber in den frohen und getragenen Liedern. Besonders die talentierten Solisten mit ihren markanten Stimmen - Carmen & Dierk Bode, Anja Lehmann und Denise Roming - tragen zum Gelingen der gesamten Platte bei.
Alle Lieder sind aus Amerika, entweder mit Originaltext oder in einer eingedeutschten Fassung. Um die Arrangements stilecht hinzubekommen, wurden wohl die Masters bzw. Playbacks der amerikanischen Produktionen verwendet (von den modernen Southern Gospel-Interpreten dort). - Über diese Arbeitsteilung mag man denken, wie man will, jedenfalls ist die Produktionsqualität sauber und die Synchronisation ebenfalls.

Neben der originellen Musik haben aber auch die Inhalte sehr viel zu sagen. In den lebensnahen Texten geht es um geistliche Themen allgemein sowie um den persönlichen Glauben des Einzelnen. Gottes vielfältiges Wunderwirken wird mehrfach angesprochen und ist so etwas wie das Konzept der Platte. Genauso steht aber auch Jesus als Gottes Sohn im Mittelpunkt - Sein Evangelium wird deutlich. "Ich ging durch die Tür" spricht klar davon, daß es nur mit Jesus ewiges Leben gibt, daß Er die Tür dafür ist. Himmelssehnsucht bahnt sich bei "this world ist not my home" und "noch nie solch ein Heimweh" ihren Weg. Möge doch der Herr bald kommen! Mut, den wir als Christen so oft brauchen, spricht "we're gonna make it" zu.
Bei den vier englischen Titeln ist - in bewährter Janz Team-Manier - gleich die deutsche Übersetzung mit abgedruckt.
Kleine Anmerkung am Rande: ich finde die Aussage auf dem Schild auf dem Foto der Hülle sehr interessant: "wise men still seek Jesus" - "kluge Menschen suchen Jesus trotzdem". Genau darum geht's doch, letztendlich kann uns nur Jesus retten, egal wieviel wir "auf dem Kasten" haben.

Fazit: Ein Popalbum zum Mitsingen, Schnipsen und Klatschen - am besten in Gemeinschaft. Ansteckende Freude garantiert! Meine Anspieltips: "raus aus dem Grab, Lazarus!", "we're gonna make it!" und "noch nie war solch ein Heimweh".


—David Decker für CCM-Rezis, Februar 2001

Daten:
12 Titel / 40 Min.
Musikstil: Southern Gospel
Label(s): 2001 Janz Team Music, Kandern / Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.janzteam.com


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