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 Ralph
(van Manen)
"don't waste the dawn - live at Willibrord"

( 2001 Novation Records / Asaph
Musik )
Nach einigen Studioalben und diversen Projekten wollte
Ralph van Manen mal was neues ausprobieren. Der
fromme Vorzeigebarde aus Holland brachte zwölf neue Lieder heraus
- jedoch gleich live eingespielt. Eine tolle Überraschung, nicht
nur für seine vielen Fans in Europa.

Die Musik genügt höchsten Ansprüchen, alles wurde live
in den Willibrord-Studios im August 2000 aufgenommen. Wohl gab es eine
Nachbearbeitung im Studio, aber das tut dem Hörgenuß absolut
keinen Abbruch - eher im Gegenteil... Das besondere Feeling kommt rüber.
Es ist eine unbeschreibliche Atmosphäre, die die inhaltlich dichten
Songs versprühen. Thematisiert wird die göttliche Liebe (Agape),
in ihren verschiedenen Facetten. Jesu Liebe zur verlorenen Menschheit
wird herausgestellt. Ralph bringt seinen Standpunkt als bekennender Christ
mit ein. Es gibt auch Loblieder zu hören, wie zum Beispiel das abschließende
"we lift your name on high".
Entstanden sind die Stücke zwischen 1998 und 2000. Einzige Ausnahme
bildet hierbei "Gethsemane" (# 8), welches ein Cover von Vineyard-Autor
Craig Musseau aus dem Jahr 1991 ist. Auch hier kommt offensiv die christliche
Botschaft rüber, weil es um das Ostergeschehen geht!

Mein Lieblingstitel ist "mystery of love" (# 9), inspiriert
von Jesaja 53:5 (Prophetie auf den Kreuzestod hin) mit begeisternder musikalischer
Umsetzung. Hier dominieren die Gitarren; wohl der rockigste Titel der
Platte, die an und für sich sehr ausgewogen klingt. Man braucht keinen
Radiopop zu erwarten. Ralph kann das auch, doch hier verbindet er inhaltliche
Anliegen mit bravouröser handwerklicher Umsetzung.
Seine Band und Musikerkollegen sind das Tüpfelchen auf's "i"
neben der markanten Stimme des Niederländers. Frank van Essen (von
Iona - Schlagzeug, Violine), Henk Pool (Keyboard, Piano), Luca Genta (Flöte,
Cello) und einige andere mehr feiern mit ab.

Fazit: Ganz sicher eine der besten frommen CDs aus Europa im neuen Jahrtausend
überhaupt. - An einem besinnlichen (Winter-) Nachmittag genießen,
bei einer guten Tasse Tee oder Kaffe (und die Bibel dabei nicht vergessen...).
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