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Sampler / Verschiedene
"JesusHouse - music for the future"

( 2000 Felsenfest / Kawohl )
Vom 10. bis zum 14. Oktober machte ein Event namens "JesusHouse"
von sich reden. Perfekt durchgestylt wurde Jugendlichen in ganz Deutschland
und manch anderen Staaten Europas Gottes Botschaft für sie erzählt. Und
das fünf Abende lang live von der Expo. Da gehörte natürlich auch viel
Show und Musik dazu - weshalb heutzutage ganz klar auch eine offizielle
CD nicht fehlen darf. Auf ihr präsentieren acht verschiedene Künstler,
die (mindestens) einen Abend bei JH waren, ein bis zwei Songs aus ihrem
Programm - was man dann "Musik für die Zukunft" nennt (naja...). Bemerkenswert
ist, daß man es geschafft hat, daß jeder (!) christliche Musik-verkaufende
Verlag Deutschlands vertreten ist.

Den Anfang macht die einzige Felsenfest/Kawohl-Interpretein der CD, nämlich
Judy Bailey, die man schon von den letzten
Jesus-Häusern kennt. Sie singt in ihrer ruhigen und zugleich fröhlichen
und kraftvollen Art den Titelsong "Jesus in my house", den sie extra für
JH 2000 geschrieben hat. Der Song ist ein wirklich großartiger Ohrwurm,
der in seinen tiefgängigen Lyrics alle fünf Abendthemen vereint. Doch
warum wurde der Text nicht abgedruckt? Warum gibt's keine Credits, in
denen man erkennt, wer z.B. im Background mitsingt? Diese Frage bleibt
wohl erstmal unbeantwortet. Doch für die, die den Text suchen: ihr findet
ihn unter www.judybailey.com!
Als zweiten Judy-Track gibt es "Only free in dreams" von ihrer
99er-CD, in dem man ihr temporeiches, karibisches Temperament wunderbar
genießen und erleben kann.
Anschließend hört man zwei Akustik-Rock-Titel von Sarah
Brendel: "Higher hope" (im Booklet steht fehlerhaft "My father's girl")
und "Accepted". Zwar sind die schon ein paar Jährchen alt (zwei nämlich),
doch in fast einmaliger Weise spricht Sarah durch sie den Hörer direkt
an und konfrontiert ihn mit Gottes Liebes-Angebot.
W4C'ler DIBoy
tut dies in "Frage-Antwort" und "Vielleicht" leider überhaupt nicht. Statt
dessen haut er einem Sätze um die Ohren, wo man sich nur fragen kann:
Was will der mir damit jetzt sagen? Da stellt sich zudem unweigerlich
die Frage, was solche Songs auf einer sonst ziemlich evangelistisch orientierten
Platte zu suchen haben (oder, um es mit seinen Worten zu sagen: "Was'n
los?"). Da hilf auch ein Duett mit der Brendel-Sarah nix.
Auch bei der neuerdings so hochgelobten Gruppe Baff
("Was hat'n die" heißt ihr Beitrag) sieht es da ähnlich aus, hier fehlt
schlicht und einfach der im JesusHouse-Magazin angekündigte "inhaltliche
Tiefgang".
Ganz gegensätzlich ziehen da Danny Plett
(mit "Here and now") und on a mission (mit
"Medium" und dem neuen Track "Time") nach: Klasse Musik trifft glasklare
Message.
Mit dem WorldWideMessageTribe wird's da noch
besser. In einem fast einmaligen Dance/House/Pop/HipHop-Sound ("Frantik"
und "Truth") liefern sie super Inhalt ab: Ich sag nur "You are the truth,
the way, the life" .Punkt.
Am Ende hört man dann das spacige JH-Intro "Shake it up" von One
Accord, was mir persönlich aber noch nie gefallen hat (oh, wie subjektiv!).

Abschließend bleibt noch zu sagen, daß es schade ist, daß keine Texte
abgedruckt wurden, daß man sich beim Artwork vielleicht etwas mehr Mühe
hätte geben können und daß (ooooh) Beatbetrieb, wie im Prospekt angekündigt,
nicht auf diesem Sampler vertreten sind (weil sie ja immer noch kein neues
Album gemacht haben.........).
Ansonsten ist "JesusHouse" wohl ein Album, an dem sich die Geister scheiden
werden: Zu wenig Message und zu viel Show, oder eben nicht - muß wohl
jeder mit sich selbst ausmachen.
Ich verbleibe jetzt in der Hoffnung, daß der Sampler zum nächsten "JesusHouse"
mehr in die (für mich) positivere Richtung geraten wird.
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