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»Hektik ist heutzutage der grösste Feind für geistliches Leben. Hektik kann unsere Seelen zerstören. Hektik kann uns davon abhalten, richtig zu leben.« (John Ortberg) Ein femininer Sampler für die Oasezeiten »Herr, ich suche deinen Frieden, das, was die Welt nicht geben kann, "Ich suche deinen Frieden", "In Gottes Nähe" o. ä. hätte mir ehrlich gesagt besser gefallen als dieser reisserische Titel, das brächte das Anliegen des Samplers, der vor allem Frauen ansprechen möchte, besser auf den Punkt. Es ist das grosse Geschenk des neuen Testaments, dass wir direkt Zugang zu Gott erhalten haben, dass Gott in Jesus Christus ein Stück weit fassbar wurde, dass er uns unermessliche Liebe und Barmherzigkeit zeigt und sogar unsere Gegenliebe sucht. In dieser Nähe verweilen die ausgewählten Lieder, in diese Nähe möchten sie die Hörerinnen führen. Mitten in unsere Alltagshektik und innere Unruhe hinein erzählen sie von einem Idealzustand der Anbetung. Wenn alles um uns herum unbedeutend wird, weil die Gewissheit, dass Gott da ist, stärker wirkt. Das Bild von Licht, das alles überstrahlt (# 9a "Ewiger Gott"). Ruhe und Friede, die von einem anderen Ort herüberströmen (# 3 "Land der Ruhe"). Verankerung in Gottes unwandelbarem Wesen (# 9b "Du bleibst, wie du bist"). In den Anbetungszeiten wächst auch der Wunsch, von innen her verwandelt und Christus ähnlicher zu werden (recht nervös: "Mehr von dir"). »Auf Jesu Tod und Auferstehn will ich mein Leben bauen. Dieses Nahen zu Gott ist kein blosser Gefühlszustand,
den es durch Entspannung, Suggestion oder ein Ritual zu erlangen gilt,
wie einige mystisch-charismatische oder endlos in die Länge gedehnte
Tracks den Eindruck erwecken könnten, etwa "Wenn ich dich anbete"
(# 5), "Ich fall auf die Knie" (# 6) oder "Das, was mich
atmen lässt" (# 7) in den Übersetzungen von Arne Kopfermann.
Jesus Christus ist vielmehr die Brücke in dieses ersehnte "Land",
wo Unfriede, Schuld, Last, Stress ihre Macht verlieren. Welchen Preis
dieser Zugang gekostet hat, ruft "Wie tief muss Gottes Liebe sein"
(# 8) in Erinnerung, das Anja Lehmann
mit weiten Melodiebögen innig interpretiert. Es hätte unter
den mehrheitlich Ich-betonten Gesängen einiges an Tiefe, an Fundament
gefehlt, hätte diese moderne Hymne von Stuart
Townend keine Aufnahme auf dem Sampler gefunden. Sehr schön auch
Anja Lehmanns Cover von "Ich habe einen Freund" mit diskreter
Peter-Gabriel-Bassline. Was für eine schlichte, aber lebensverändernde
Botschaft, wenn wir Jesus so von Herzen als unseren Freund bezeugen! |
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Musikstil: Meditativer Lobpreis Label(s): 2007 Gerth Medien, Asslar / Lydia-Verlag, Asslar Website: http://www.gerth.de / http://www.lydia.net Wo reinhören und kaufen?: im Gerth-Shop |
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