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Sampler / Verschiedene
"songs of hope 2"

( 2000 Projektion J Music House,
Gerth Medien )
Grün ist er also diesmal, der Sampler mit den Hoffnungsliedern
aus dem GerthMedien-Verlagshaus.
Einiges ist an seinem Konzept verändert worden. Im Gegensatz zum letzt-jährigen
Sampler trägt er keine Jahreszahl mehr im Namen, da aufgrund des Erscheinungstermins
im Spätsommer nicht von allen 2000er-Produktionen ein Song berücksichtigt
werden konnte. Es gibt auch keine albernen Radio-Edits (also gekürzte
Lied-Versionen) mehr, ebenso ist die Sortierung nach Stilen auf eine "Dream-"
und eine "Dance-Side" abgeschafft. Diese wäre auch gar nicht möglich gewesen,
da hier ein deutlicher Trend vom HipHop und Dance weg, hin zum Rock und
gitarren-orientierten Pop zu erkennen ist.
Äußerst positiv ist, daß bis auf (den Verkauf fördernden) Matt Redman
nur deutsche Künstler vertreten sind. Doch stellt sich die Frage, wo Heike
Barth, Danny Plett, Janine B., Eden und Joyful Gospel - alle im Prospekt
angekündigt - sich auf dem Sampler verstecken. Und auch Interpreten wie
Sonic Pope, Amen, Albert Frey und Laurent Quirós fehlen.
Doch ich will nicht über die wenigen fehlenden Sänger und Sängerinnen
klagen, sondern mich über die Fülle der "vorhandenen" freuen. Ganze 22
verschiedene Musiker gibt es zu hören, von denen nur noch 10 zwei Songs
abliefern müssen! Auf "Songs of hope 1999" waren es lediglich 16 verschiedene
Bands und Solisten, von denen aber manche sogar vierfach vertreten waren.

Einziger Kritikpunkt ist für mich gleichzeitig die Frage, ob das alles
wirklich Lieder sind, die Hoffnung weitergeben (was der Titel verspricht).
Denn bei vielen findet der Hörer nichts dergleichen, bei manchen sogar
nicht mal christliche Inhalte. Wurde das Auswahlkriterium "radiotaugliche
Songs" (so im Pressetext beschrieben), bloß weil Kirchendistanzierte erreicht
werden sollen, vielleicht zu hoch gehängt?

Jetzt aber zu den Songs:
Auf der ersten CD gibt's meist Gitarren-Rock zu hören, anfangs auch ein
wenig HipHop und Pop.
Herausragende Titel sind für mich "Copiloten" von Layna, in dem edler
Vocal-Pop auf ein fast schon geniales Arrangement trifft, Norm Strauss'
gefühlvolle Gitarren-Rock-Ballade "It's not safe here anymore" (der man
nicht den Produzenten Helmut Jost und seine Art anmerkt ;-) und "Let me
be" von One Accord, eine ausgezeichnete, von Michael Janz gesungene Mutmach-Ballade
mit HipHop-Rhythmus. Doch auch die anderen Songs, z.B. vom ehemaligen
Deliverance-Sänger Daniel Janz, vom Blödelteam Nimmzwei, von den "Möchtegern-Rapperinnen"
Ijakka, der Kopfermann Band und UK-Lobpreisler Matt Redman sind auf keinen
Fall schlecht. Auch Normal Generation? sind auf CD1 mit dem Club Mix von
"Be with u", ursprünglich auf dem "WWJD?"-Sampler veröffentlicht, vertreten.
Ich frage mich nur, was die AsaphMusik-Künstler Marcus Watta und Michael
Rode, letzterer mit einem zwei Jahre altem Song, auf dem Gerth-Sampler
zu suchen haben - Lösungsversuche bitte mir mailen.

Auf der zweiten Disc wird es dann schon ruhiger und poppiger. Vieles geht
in Richtung Lobpreis und zeitweise ist sogar souliges Material vorhanden.
Hier finde ich u.a. Bethlehem Bridge mit "Mountain of gold", einem Schmuse-Folk-Rock-Song,
Matt Redmans Klavierballade "The father's song" und "Ich brauche Gnade"
von der Kopfermann Band, wo Anja Lehmann so richtig den Soul spritzen
läßt, sowohl musikalisch als auch textlich herausragend. Besonders überrascht
(und hohe Erwartungen an ihr bald erscheinendes Debütalbum gesetzt) hat
mich Andrea Adams mit "Wenn der letzte Vorhang fällt". Für Fans rockigerer
Töne sind vielleicht Addi M., Virgin und Lothar Kosse (bzw. Ingo Beckmann,
der singt) die Highlights, für Freunde ruhigerer Musik wohl eher Klaus-André
Eickhoff, Michael Janz, Sebastian Cuthbert, Stephanie Heinen oder Sharona.

Mein Fazit: Absolut empfehlens- und kaufenswert!
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