Soundtrack / Various - ''Finale - der Soundtrack zur Endzeit-Thriller-Serie''Soundtrack / Various
"Finale - der Soundtrack zur Endzeit-Thriller-Serie"


   ( 2000 Reunion Records / Asaph; Gerth )

Die Amis wissen, wie perfektes Marketing funktioniert: Nachdem die Buch-Reihe "Finale" (spielt in der Zeit nach Jesu Christi erstem Wiederkommen), zu einem Riesen-Erfolg wurde (über 20 Mio. verkaufte Exemplare), die Serie daraufhin von geplanten 7 auf 12 Bände aufgestockt (Nr. 12 erscheint 2004), eine Teenie-Spin-off gestartet (geplant sind 36 Bände) und ein Sampler mit zum Thema passenden Songs veröffentlicht wurde ("People get ready", bv-music und Gerth Medien), gibt es nun einen Kino-/ Videofilm samt Original-Score (Reunion Records / Asaph Musik) und dem hier rezensierten Soundtrack. Sowohl für die Filmbranche, als auch für den christlichen Markt bedeutet dies eine Premiere, denn es ist das erste Mal, daß ein Kino-Soundtrack ausschließlich mit christlicher Musik bestückt ist.
Reunion Records bekam den Zuschlag für den Soundtrack und so schmissen sie als strategisches "Dankeschön" von wirklich jedem ihrer Künstler einen Song auf die Platte, nachdem sie ihnen schnell noch die Hauptpersonen oder Filmszenen betreffenden Untertitel gegeben hatten. So ist es auch nicht verwunderlich, daß nur fünf der 15 Titel im Film selbst gespielt werden.
Da der Film in Deutschland wohl nicht anlaufen oder erhältlich sein wird, lautet der CD-Untertitel bei uns nicht "The Movie Soundtrack", sondern wurde auf die Buch-Serie bezogen.

Den Anfang macht logischerweise das Film-Thema "Left behind" (so der US-Buch-Titel), ein von Soul-Pop-Sänger Bryan Duncan und der britischen Girlgroup ShineMK performter Ohrwurm, der manchem aber nach 16- bis 17-maligem Hören auf die Nerven gehen wird. Bryan präsentiert sich hier sehr jung, da der funkige Beat an so manchen Britney-Hit erinnert. Als zweites folgt Michael W. Smith mit der als "Bruce's Song" (unter-)betitelten Ballade "Never been unloved" aus seinem 98 erschienenem Album "Live the life". "I believe in You" singt daraufhin die bisher unbekannte Joy Williams. Mit "You" meint sie Gott und so stellt der Titel ein Liebeslied an Gott dar. Joy ist eine neue Soul-Röhre, die genauso (!) wie Natalie Grant klingt und diesen August ihre Debüt-CD veröffentlichen wird. Vor der nächsten (etwas schmalzigen) Ballade, nämlich "I need a miracle" von der Boyband Plus One, kommen noch Third Day mit groovigem Rock aus ihrem Album "Time": "Sky falls down (Israel is attacked)" lautet der Titel. Mein persönlicher Favourit ist das folgende "Hide my soul" (aus "In a different light") von Avalon: ein Paradesong für die sagenhafte Stimme des Avalon-Sängers Jody McBrayer! Gospel-Sänger Fred Hammond überzeugt in "Can't wait for You to return" mit seiner weichen, schwarzen Stimme. Leider ist die Ballade viel zu kurz.
"Midnight cry" ist der Abschlußsong des Films, dargeboten von Bob Carlisle, Joy Williams, Jody McBrayer von Avalon, den drei Jake-Brüdern, Darwin Hobbs, Helen Baylor, Rick Elias, Russ Lee und Rebecca St. James, die in all den Soul- und Gospel-Sängern fast untergeht. Der Song ist ursprünglich von 1986, doch wirkt er hier neu-aufgenommen unheimlich frisch und mitreißend, m.E. sogar viel besser als der Titelsong. Hierauf folgen einige rockige Töne: Die Geschwister von LaRue präsentieren "Fly" (Chloe's Song) aus dem neuen Album "Transparent", Jake singen "Believer" (Buck's Song) vom Debüt-Album "Jake" und Rebecca St. James gibt ihren Hit "Come quickly, Lord" aus dem 98er "Pray"-Album zum Besten. Ruhigereres stimmt Bob Carlisle mit Rayford's Song "After all" an (aus "Nothing but the truth"), einer wunderschön interpretierten Soul-Ballade. Mit dem als "Irene's Song" betiteltem "Live for the Lord" kann man in Kathy Troccoli's neue Platte "Love has a name" reinhören. Das verdächtig nach ABBA klingende "All the way to heaven" kann nur aus dem Munde der beiden Briten-Mädels V*enna kommen: Ein tanzbarer und swingender Pop-Dance-Titel. Als Abschlußtrack gibt es den kreativen Power-Pop-Song - passend zur "Panic in the city"-Szene - "No fear" von Clay Crosse's "A different man"-CD zu hören.
Auch wenn der Soundtrack mit säkularen O.S.T.s sicher nicht zu vergleichen ist, kann ich doch als Fazit sagen: Wer diese CD hört, bekommt einen guten Querschnitt durch die CCM-Szene der letzten Jahre geboten, der sich auf jeden Fall lohnt.


—Michael Jung für CCM-Rezis, März 2001

Daten:
15 Titel / 64 Min.
Musikstil: Pop, Soul, Rock, Pop-Dance
Label(s): 2000 Reunion Records, USA / Asaph Musik, Lüdenscheid; Gerth
               Medien, Asslar
Website: http://www.finale-film.de  /  http://www.finaleserie.de
 


neu hier  |  alle CDs  |  Hinweise  |  Autoren  |  Rubriken  |  Deine Rezi  |  Netzwerk  |

© 2001-2006 by shineMedia    Kontakt    komm!    dennoch    Startseite