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![V*Enna - ''where I wanna be'' [Europa-Version]](../../cover/venna-wiwb-euro.jpg) V*Enna
"where I wanna be" [Europa-Version]

( 2000 Movation Productions /
Alliance Music )
Ob Girl-Groups nicht langsam wieder "out" sind? Wer weiß
das schon genau. Jedenfalls sind sie in der christlichen Szene erstmal
"in". Wie lange so ein Trend geht, weiß natürlich keiner. Ist aber auch
egal. Jetzt gibt's erstmal V*Enna aus England / USA mit ihrem Debutalbum.
Wie sie auf ihren ungewöhnlichen Bandnamen kommen, ist mir unbekannt,
nur mit der österreichischen Hauptstadt scheint er wohl das wenigste zu
tun zu haben, oder? (Heißt ja auf Englisch "Vienna".)
Gleich der erste Titel (-Song) legt mit einem ordentlichen Beat los -
ein toller Ohrwurm, der eigentlich auch in deutschen Radios laufen sollte.
Und so glänzen auch noch weitere Songs mit phatten Beats, guten Grooves
und schönen Melodien. Das ganze liegt dann irgendwo zwischen Dance-House,
Charts-Mucke, Hip-Hop und dem guten alten ABBA-Pop. Vergleiche mit den
säkularen Truppenteilen wie Spice Girls, Christina, Britney und wie sie
alle heißen, sind eher müßig. Die meisten V*Enna-Songs sind denen nämlich
weit überlegen - sowohl groove-mäßig, aber ganz sicher inhaltsmäßig!
Produktionstechnisch liegen die einzelnen Tracks auf sehr hohem Niveau.
Allerdings muß gesagt werden, daß sich einige Arrangements von den verwendeten
Basslines etc. relativ ähnlich klingen. Dafür hat Zarc Porter (WWMT &
Co.), der Produzent des Albums, aber auch nur eigene Samples verwendet.
Ein Unterschied zu den säkularen Acts ist eben, daß Zarc und auch Leadsängerin
Lucy Britten (sang vorher bei Psalmistry) aus der Dancefloor-Szene kommen.
Von daher stimmt der Groove und das Dance-Feeling ist echt. Gesanglich
geben die beiden Mädels auch eine sehr gute Figur ab! Meine Anspieltips
sind übrigens der Titelsong "where I wanna be", die erste Radio-Single
"all the way to heaven" und die ergreifende Ballade "don't get left behind".
Und die wichtigste Frage: kann man sich die Texte reinziehen? Man kann!
V*Enna bleiben ehrlich, verschonen uns mit irgendwelchen dummen Love-Stories
und bringen uns lieber Aspekte im Leben eines Christen nahe, bzw. solche,
um erstmal einer zu werden. So fordern sie uns dann auch zu klaren Entscheidungen
auf und sagen deutlich, daß es ein 'zu Spät' geben wird ("don't get left
behind").
Ach übrigens: diesmal bekommen die Europäer einen Bonustrack, und zwar
nummer 12, den Remix von "make that noize". Die Amis haben ja im Frühjahr
2000 auch schon die Maxi-Single von Lucy und Sharnessa - das sind die
V*Enna-Girls - bekommen. Ausgleichende Gerechtigkeit also :-)
Fazit: Also laßt mal ruhig Britney weiterhin ihr Playback trällern und
ihr und den anderen gehypten Girlies ihren hirnlosen Schmalz in den Texten
verbreiten - wenn es unbedingt eine Girl-Group sein muß, dann greift bitte,
bitte zu V*Enna und Co. Eure Ohren und Herzen werden es euch danken.
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