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 Suzy
Wills (MorningStar)
"simple"

( 2002 EagleStar Productions /
Aspah Musik )
Mit "simple" (dt.: "einfach") ist
die erste CD der Lobpreisleiterin Suzy Wills betitelt. Sie gehört
der MorningStar Gemeinde- und Lobpreisbewegung in den USA an. Diese Bewegung
hat in den letzten Jahren einen ganzen Katalog an etwas anderen Worship-CDs
herausgebracht, mit weltweitem Vertrieb versteht sich.

"Simple" gilt auch für das CD-Layout: Wirklich ganz einfach,
nur das Notwendigste. Denn das wichtigere Anliegen der Sängerin und
der Bewegung ist das Lob und die Anbetung Gottes. Suzys Stil ist eine
tiefe lyrische Anbetung in Verbindung mit modernen Pop-Klängen. Doch
nicht immer hält sie dieses Schema durch, wenn sie zum Beispiel experimentelle
Passagen oder Improvisationen einbindet. Der "Musiker-Star"
der MorningStar-Bewegung, Don Potter, hat auch diese CD produziert. Zwei
der neun Lieder sind übrigens live-Aufnahmen ("inner court",
# 3 und "shatter the enemy", # 7). Mich erinnert die gesangliche
Ausführung übrigens etwas an die Epik und Dramatik bei Konzerten
der Rockband Earthsuit. Insgesamt läßt sich die Musik aber
eher durch eine getragene Stimmung charakterisieren. Interessant dabei
das Wechselspiel zwischen Lead- und Background-Gesang (z.B. bei "great
big love"). Durch den Einsatz vieler verschiedener Instrumente (Cello,
Flöte, Mandoline, Percussion, Geige...) wirkt der Sound keinesfalls
schmalspurig.

Die Texte sind erfrischend anders gedichtet als das übliche Worship-Einerlei.
Da findet man eine Verbildlichung der Kreuzigung Jesu ("picture",
# 1), eine starke Vertonung von Psalm 107 ("great big love",
# 2) und auch ein Lied zum Andenken für alle christlichen Märtyrer
("song of the martyrs", # 5)! Auf der letzten Booklet-Seite
schreibt Suzy noch einige persönliche Worte an den Hörer der
CD, über das Leben Jesu, welche ermutigen, aber auch zu einer klaren
Entscheidung auffordern. Inhaltlich trumpft dieses Album auf und hat sehr
viel Substanz zu bieten.

Fazit: Eine durchaus ganz andere und eigenwillige Worship-CD, die aber
trotzdem einige poppige Höhepunkte aufweist. Die Lieder taugen aus
meiner Sicht am ehesten zur Stillen Zeit und zum intensiven Nachdenken
über die Textinhalte.
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