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Tess Wiley
"rainy day assembly"

( 2001 Tess Wiley; Effanel Music
/ wileyrock.de )
Tess Wiley ist seit 1993 im Musikgeschäft aktiv.
Sie spielte und sang bereits bei Bands wie Sixpence
None The Richer, Phantasmic und Velour 100. Irgendwann Mitte/Ende
der 90er Jahre ging sie solo und 1999 veröffentlichte sie ihre erste
eigene CD, die "the energy you keep EP".
Wie auch immer, alle ihre Fans - die es weltweit gibt - warteten auf ein
volles Album! Letztes Jahr war endlich die richtige Zeit dafür gekommen.
Tess brachte endlich "rainy day assembly"
heraus, und das mag die Platte ihres Lebens sein.

Einige der Lieder hier sind schon etwas älter. Einige von ihnen erschienen
zuerst auf ihrer Demo-Kassette aus dem Jahr 1997, auf verschiedenen Samplern
sowie ihrer ersten EP von 1999. Doch hier auf dieser Disc wurden sie alle
neu aufgezeichnet bzw. eingespielt, mit kompletter, voll-professioneller
Produktion. Und das Endergebnis in Musik klingt unglaublich für mich.

Man sollte den Titeltrack (# 2) nehmen, einen Remix davon anfertigen lassen
von irgendsojemand wie zum Beispiel Ben Grosse und davon dann eine Maxi-Single
herausbringen. Und dann sollte man sehen, was passiert. ...vielleicht
gäbe es wieder einen handgemachten, alternativen Sommer-Radiohit,
wie bereits im "Sixpence-Jahr" 1999 geschehen. Ich mag diesen
Song wirklich, er hat ein eingängiges Gitarrenriff, welches eine
vorzügliche Hookline abgibt.
"Untitled" (# 9) hat den meisten Indie-Sound und ist eine wundervolle,
atmosphärische Ballade. Viel peppiger und schwungvoller kommt "the
energy you keep" (# 6) an meine Ohren. Während "something
sweet and real" (# 5) ein weiter Pop-Smash ist, macht "breathe"
(# 4) seinem Namen alle Ehre...
Alle Lieder wurden von der Sängerin selbst geschrieben und zeigen
damit das große Songschreiber-Talent dieser jungen Dame. Es scheint
immer wieder dasselbe zu sein: Ein Songschreiber aus dem Untergrund geht
viel weiter mit seinen Liedern als die, die in den Pop-Charts angeboten
werden. Tess ist in der Lage, zeitlose Rocksongs zu schreiben. Einige
von ihnen hier reichen bis Anfang/Mitte der 90er zurück, doch wenn
man dies nicht weiß, man würde es niemals erwarten!

Tess' ätherische Stimme ist wie das Sahnehäubchen für diese
andere Art von Musik. Sie klingt etwas rockiger als die von Leigh
Nash von Sixpence None The Richer, doch
es läuft in dieselbe Richtung. Meiner Ansicht nach gehört Tess
zur ersten Garde der Song-Mistressen!

Ihre Texte gehen einerseits
tief und andererseits sind sie auch nicht der typische intelektuelle Lovesong.
Im Einsteigerlied wird auch Gott erwähnt. - Er bringt das Leid in
unser Leben, doch es ist immer für irgend etwas gut. - Die meisten
dieser epischen Verse scheinen nicht ihr volles Potential für mich
zu entfalten, da Englisch nicht meine Muttersprache ist, und es ist oft
schwer diese ganzen Metaphern und Allegorien zu verstehen. Die Musikerin
erzählt über das Leben, die Liebe, Weisheit und den Glauben.

Das Fazit: Dieses Album kann einem die Latschen ausziehen ;-) Es ist ein
"Muß" für alle Fans von Tess oder Sixpence None The
Richer und für alle Musikliebhaber mit einem feinen Geschmack für
zeitlosen Alternative-Rock!
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