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 7.9.2005,
Thum OT Jahnsbach/ Erzgebirge
live: Gospel News in Konzert
(Thum-Jahnsbach) Der dritte Teil der 2005er Tour führte
das Deutsch-Schweizer Gospel News-Projekt
wieder einmal ins Erzgebirge. Die Evangelische-lutherische Kirche im Thumer
Ortsteil Jahnsbach war bis auf den letzten Platz besetzt. Viel frommes
Volk aus der Umgebung war mit dem freien Eintritt angelockt worden...

Der Chor und die Band brauchten einige Lieder, um mit dem in den Kirchenbänken
"eingezwängten" Publikum warm zu werden. Doch irgendwann sprang der Funke
über. Meist wurden Stücke aus der noch aktuellen CD "thank
you" gespielt. Einige davon lagen in deutscher Übersetzung in einem
Projektheft für jeden in der Kirche aus. Während die SängerInnen - alles
Laien - ihr Bestes gaben, so hörte man doch deutliche Unterschiede als
nach den einführenden Songs endlich der beworbene Stargast Junior Robinson
die Bühne betrat und loslegte. Der gospelnde Brite hatte von Anfang an
alle Sympathien auf seiner Seite, begeisterte mit Wahnsinns-Stimme und
besonders seinem Humor.

Leider hat die Formation fast keine traditionellen Gospel-Klänge angestimmt,
sondern "nur" Eigenkompositionen oder Cover aus der englischsprachigen
Hemisphäre. Hier hatten wohl gerade die älteren Semester was anderes unter
"Gospel" erwartet. Wie auch immer, der Sound klang sehr modern und beatreich;
Anleihen aus Rap oder Hip-Hop gab es mehrmals. Im Verlaufe des rund eineinhalbstündigen
(!) Programms gab es natürlich auch "geistliche Pausen", wo einige Sängerinnen
von Glaubenserfahrungen berichteten. Hier kam aber die steril wirkende
Botschaft nicht über die Stichworte 'Vater', 'Liebe' und 'Verletzungen'
hinaus. Sünde wurde nicht benannt. Junior Robinson wies am Ende nochmals
deutlicher auf den Herrn des Glaubens hin, ohne den Namen 'Jesus' in den
Mund zu nehmen.

Was mich persönlich abstoß, war der peinliche und penetrante Kollektenaufruf,
der schon während der Begrüßung (!) groß angekündigt wurde und dann etwa
nach der Hälfte des Konzerts stattfand. Die Besucher waren wohlwissend
zu freiem Eintritt erschienen, sahen sich dann aber dreister Geldeintreibung
ausgesetzt. Dieser Umstand hat aus meiner Sicht ein ansonsten an vielen
Stellen sehr gelungenes Konzert ziemlich getrübt. So werden sicher viele
mit gemischten Gefühlen nach Hause gegangen sein.

Man kann nur hoffen und wünschen, daß die Gospel News-Powersänger trotzdem
bald wieder einmal den Weg ins Erzgebirge finden - wie übrigens schon
mehrmals seit Anfang der 90er Jahre. Dann aber bitte einer vorherigen
Klärung der Finanzierung seitens des Veranstalters - der ansonsten eine
tadellose Organisation hinlegte und ja auch bereits mit anderen Gospelkonzerten
von sich Reden machte.

Letztlich gebührt aller Dank Gott, so wie es viele Lieder des jungen Chores
ausdrücken und auch ihre Tonträger. Dank, Anbetung und Mission, dies ist
die Botschaft des Gospels, die an diesem Septemberabend auch im Erzgebirge
erschallte. Danke Gospel News, Danke Jahnsbach, Danke Jesus!
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