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 19.9.2007,
St. Annenkirche, Thum/Erzgebirge
live: One Accord & Danny Plett
Wie ein Strom: Lobpreis-Feier mit Top- Gesang und
begeisternden Musikern

(Thum.) Zur Abschiedstournee von One Accord
gab es nochmal einen Abstecher nach Sachsen: Mitten im Erzgebirge fand
in der Thumer St. Annenkirche ein Feuerwerk aus Gospel, Pop und Lobpreis
statt. Zum einzigen Konzert im Osten waren auch manche Weitgereiste, unter
anderem aus Zwickau, Plauen und sogar Zittau gekommen. Der Frontsänger
und künstlerische Leiter der Tournee, Danny
Plett, stellte nach den ersten Liedern vier One Accord-Sängerinnen
aus Sachsen namentlich vor, die natürlich einen extra-Freistaaten-Applaus
bekamen! Und ganz wichtig: Er bekannte, den sächsischen Dialekt zu
mögen und jeder dürfe ihn damit vollabern ;-)
Zurück zur Musik: Wie bereits auf den Plakaten angekündigt,
erklangen viele Lieder von der 2004er Produktion "wie ein Strom"
bzw. "like a river". Doch das war letztlich nur halbe Miete,
weil ebenso viele Lieder von der Nachfolgeproduktion "komm zum Kreuz"
bzw. "come to the cross" im Programm waren. Live enwickelten
die Titel noch weit mehr Atmosphäre, besonders durch den energischen
Leadgesang von Danny. Es waren ja alles seine eigenen Songs, die er da
präsentierte: man spürte diese Authentizät und Leidenschaft.
Bereits nach dem ersten Song lud er das Publikum zu einer Lobpreis-Feier
ein, dem eigentlichen Motto des ganzen Abends. Band und Chor stellten
sich ganz darunter. Allerdings hatte ich vom Chorensemble dem eigentlichen
"One Accord"-Projekt etwas mehr erwartet. Es gab erstaunlich
wenig Solos und die Aufgabe der fast ausschließlich weiblichen Stimmen
war mehr oder weniger auf den "Backgroundgesang" beschränkt...
Trotzdem war es alles sehr professionell und bisweilen kam feines Gospelfeeling
auf. Ähnlichkeiten mit diversen Programmen von Gospel
News gab es aber überhaupt nicht. One Accord und Danny Plett
boten eine Show nach bester Art von 'Janz Team Musik' mit hervorragenden
Gesangssätzen und stimmungsvoller Botschaft.

Neben
dem bewährten "Partner-Programm" Danny Plett und One Accord
gab es noch einige besondere Schmankerl im Programm, die für das
gewisse Etwas sorgten. Auf jeden Fall ist die live-Band zu nennen, die
mit Urgestein Frieder Jost an der Gitarre schon einmal alle Symphatien
auf ihrer Seite hatte. Nach der Pause legte er zusammen mit Bassist Florian
Eilers ein super Solo hin, was spontanen Applaus eintrug. Eilers hatte
dann einen Miniauftritt mit einem eigenen Song an der Akustikklampfe
das Stück kam beim jungen Publikum recht gut an, paßte aber
weder stilistisch noch inhaltlich in das Konzept des Abends. Ich hätte
den Beitrag lieber gestrichen gesehen. Dem gegenüber wirkte das Lied
"woran ich glaube" von Eglès
als ideale Ergänzung innerhalb des Konzerts. Das Musiker-Ehepaar
Marc & Silvi Eglès war überraschenderweise Teil des Chores
und rockte mit dem Solobeitrag ziemlich ab, was hervorragend ankam. Den
musikalischen Höhepunkt setzte jedoch einmal mehr die Familie Plett:
Dannys Frau Sherri wurde aus den Besucherrängen herbeigerufen, seine
Tochter Lindsey war Teil des Chores und sang nun mit ihrer Mutter ein
starkes Duett bei "mercy", während Daddy Plett die beiden
am Piano begleitete. Das war DIE Ballade des Abends und mehr als eine
"Entschädigung" für das von mir eigentlich erwartete
"the road".
Eine
Stärke des Programms waren die überwiegend deutschen Texte,
die dem versammelten Publikum aus allen Generationen sehr entgegenkamen
(inklusive Leinwand-Einblendung!). Arne
Kopfermann hat sich als Übersetzer der Plett'schen Originale
eng an die Songthemen gehalten und dabei durchaus neue Klassiker hervorgebracht,
wie etwa mit "Du siehst die Wunden". Dannys Interpretation der
deutschen Version kommt fast noch eindrücklicher daher als mit den
originalen englischen Lyrics. Dies war der letzte Song des Konzerts, als
Hingabe- und Entscheidungslied konzipiert, ging die Rechnung auf: Es war
ein Gänsehaut-Stück mit inhaltlicher Zuspitzung. Nach dem letzten
Ton wollte sich Stille über das Kirchenschiff legen, doch Danny beendete
das Konzert dann sehr abrupt, was vielleicht die geistliche Atmosphäre
bei manchem Besucher etwas abwürgte (bei mir auf jeden Fall!). Erfreulicherweise
gab es aber zwei sehr schöne Zugaben, einen fetzigen Pop-Stampfer
und den Opener "Liebe meines Lebens" als Finalversion mit Publikumsgesang.
Somit war es das perfekte Ende für einen atmosphärisch und lobpreismäßig
dichten Abend mit hochprofessioneller Musik und einem sehr engagierten
Musikteam.
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