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 26.6.2005,
Ehrenfriedersdorf & Geyer - Greifenbachstauweiher
live: Seekersplanet - EC-Jugendtag
(Ehrenfriedersdorf/ Geyer) An einem trockenen, aber nur
mäßig sonnigen Sommer-Sonntag fand ein weiterer Jugendtag des christlichen
EC- Jugendverbandes ("Entschieden für Christus") am "Greifenbachstauweiher"
statt. An diesem 26. Juni pilgerten rund 900 junge (und einige ältere)
Leute zum bekannten Naherholungsgebiet der Bergstädte Ehrenfriedersdorf
und Geyer. Nach einem Jugendgottesdienst zum Thema "Entweder - oder" mit
dem sächsischen EC-Vorsitzenden Reinhard Steeger waren alle nur noch "heiß"
auf die kroatischen Unterhaltungs-Künstler. Die Botschaft des Gottesdienstes
konzentrierte sich dabei um das Thema "Liebe" und sprach direkt in die
Alltagswelt der anwesenden Jugendlichen hinein. Neben der lokalen Anbetungsband
ließen es sich Seekersplanet nicht nehmen schon mal zwei Worship-Songs
im Gottesdienst mit anzustimmen.

Da das Festzelt aus allen Nähten platzte, wurden zum Jugendtags-Abschlußkonzert
kurzerhand Seiten- und Dachteile entfernt. So haben auch die restlichen
Urlauber mehr gesehen und gehört... Nach wenigen Minuten marschierten
die südosteuropäischen Haudegen in rotem Hemd mit weißer Krawatte auf
und legten zünftig mit ihrem Hit "seekers" los. Da es nach 2004 bereits
ihr zweiter Auftritt am Stausee war, hatten sie sofort das Publikum auf
ihrer Seite: Die rockende Masse im Zelt wogte nur von einer zur anderen
Seite, mit abwechselndem "jumpen". Während das Kroaten-Sextett sein bewährtes
Programm "abspulte" - alles bekannte Songs vom letzten
Album -, begeisterten sie mit komplett deutschsprachigen Ansagen.
Diese Parts bewältigten die beiden Horvat-Brüder glänzend, mit einer gehörigen
Portion Humor und Ironie. Die beste Stimmung kam übrigens bei den härteren
Crossover-Stücken auf. Filip Horvat begeisterte auch durch energische
Raps - abwechselnd auf kroatisch und englisch.

Nach rund einer Stunde war ihr Set durchgespielt und die obligatorischen
Zugaben mußten her. Seekersplanet spielte deren gleich drei und begann
mit einem Cover der Supertones, das leider nicht ganz so gut ankam. Eigentlich
wollten sie ein weiteres kroatisches Stück spielen, doch eine hauchdünne
Publikumsmehrheit bei der Abstimmung wollte das offenbar nicht. Etwas
sauer darüber rockte die Band dann bei den nächsten Titeln umso mehr.
Als Abschlußgag verwies Bandchef Petar auf ihren neuen "Roadmanager" für
ihre derzeitige Deutschlandtour - im Publikum löste das erstaunlich viel
Heiterkeit aus. Fast noch mehr als der Hinweis auf das demnächst als Schallplatte
und Kassette erscheinende neue Album ;-)

Ein klasse Konzert für jung und alt, was Musikern wie Publikum in den
vollen 70 Minuten sichtlich Spaß bereitete. Während eine evangelistische
Botschaft im Prinzip nicht rüberkam, mit Ausnahme des Stücks "holy bible",
so hat die Truppe doch mit einer Dynamik und Spielfreude begeistert, wie
sie sehr typisch für Bands aus osteuropäischen Gefilden ist. Auf jeden
Fall gehört auch das junge fromme Erzgebirge zur treuen Fanbastion der
wohl bislang einzigen "richtigen" christlichen Skaband Europas. 'Something
special' eben!
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