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Es wird die von 'Big Ideas' organisierte "Ignite"-Serie von Veranstaltungen sein, welche die erdige und eloquente Musik von einem der besten christlichen Liedermacher des Jahrzehnts, ELI, zum britischen Publikum bringen wird. Es wird nicht sein erstes Auftreten im vereinigten Königreich sein (er spielte vor einem Jahr oder so auf dem Greenbelt-Festival). Doch es wird für viele die erste Gelegenheit sein, die Kunst und Vision von einem von Amerikas feinsten und am meisten zum Nachdenken bringenden Liedermachern zu erfahren. Ein Mann, der auf vielerlei Weise die Leidenschaft und prophetische Kraft vom "Erfinder" der zeitgenössischen christlichen Musik, Larry Norman, widerhallen läßt. Eli, mit bürgerlichem Namen Paul Falzone, wuchs sehr arm auf in der Küstenstadt von Santa Monica, Kalifornien (USA). Im Alter von 17 Jahren kam er zum persönlichen Glauben an Jesus und drei Jahre später reichte ihm eine Dame in der Gemeinde eine Gitarre. Allmählich öffneten sich die Türen für den rauhen Sänger/Songschreiber. Ein Album - noch unter dem Namen Paul Falzone - wurde für Rugged Records im Jahr 1995 aufgenommen, bevor aus dem Sänger "Eli" wurde. Nachdem er eine ganze Reihe von Musikdienst-Sachen machte, wurde er - sehr überraschend für einige Beobachter der Nashville-Szene - bei EMI's Forefront Records unter Vertrag genommen. Sogar noch mehr überraschend haben seine teilweise guten Alben "things I prayed for" (1998; dt.: "Dinge, für die ich betete") und "second hand clothing" (1999; dt.: "gebrauchte Kleidung") einige Spielzeit bei christlichen Radiostationen erhalten. Doch es ist Elis Neuestes, "now the news" (dt.: "jetzt die Nachrichten"), welches ein großer Gewaltmarsch ist. Cross Rhythms-Rezensent Phil Holbert beschrieb es als "gewieft, gebrochen, geistlich, berührend, schöpferisch, originell, kreativ und echt".
Ich sprach mit Eli bei den "God Digital TV"-Studios in Gateshead (GB) und fing an diesen Leidenschaftlichsten der Sänger/Songschreiber zu fragen, was er von "now the news" dachte? "Dieses Album ist wirklich die beste Arbeit, die ich je gemacht habe. Ich hatte ein paar großartige Lieder auf dem vorherigen Album, doch der Rest von ihnen sagte wirklich nicht viel. Ich habe immer noch versucht zu lernen, wie ich sage, was ich sagen will und ich wollte auch meine eigenen Ansprüche erfüllen, denn mir war bewußt, daß ich wie ein Kerl klinge, den man nicht kennt, der daher kommt und einfach anfängt ein bißchen Geschwafel abzulassen. Sogar ich selbst, als ein Hörer, denke ich: 'Wer denkt er, daß er ist?'. Hoffentlich habe ich den Menschen gedient. Wir sind bei dem Grassroots-Dienst seit Jahren beteiligt. Wir haben ständig Kleidung und Nahrungsmittel gesammelt, wir haben ständig kostenlose Konzerte gegeben und unsere CDs weitergegeben an Menschen, die sie sich nicht leisten können. Das bedeutet, ich zahle für sie aus meiner Tasche. Wir haben praktisch die letzten fünf Jahre damit verbracht, unser Geld dorthin zu geben, wohin unser Reden geht." Warum der Titel "jetzt die Nachrichten" ("now the news"), fragte ich. "Es ist eine musikalische Zeitung. Es ist ein Kommentar zu den Nachrichten und dem Leben und dem Christentum und allem anderem, was ich so sehe. Es fängt mit mir an, doch ich bin meiner selbst etwas überdrüssig. Es hat Spaß gemacht, eine Pause von mir zu nehmen und zu kommen und sagen: 'Hey, ich habe die Welt gesehen und das ist es, was ich sah.' Viel davon basiert darauf, der amerikanischen Öffentlichkeit zu erzählen, daß wir faul sind. Wir haben das für selbstverständlich genommen, was wir haben. Es ist ein sehr positives Album, doch es ist auch sehr tiefgehend. Hinter dem ganzen Album stehe ich mit 100%. Die kleinen Schnipsel und Zwischenspiele, die ich eingebaut habe, spiegeln exakt wider, wer und wie ich bin. Wenn du dem Sinne nach ein Konzert erfahren willst, höre dieses Album an, weil unsere Konzerte sehr lustig, sehr sachlich sind und auch wenn wir in einem Raum mit 2.000 Menschen sind, bauen wir eine Verbindung zu jedem dieser Leute auf, denn ich spreche zu und mit ihnen, nicht vor ihnen." Also ist da ein potentieller Radiohit auf "now the news", fragte ich mich? "Soweit das Radio daran interessiert ist - ich weiß es nicht und um ganz ehrlich zu sein, es kümmert mich nicht", antwortete Eli. "Ich schreibe nicht für das Radio. Ich denke, das, was ich schreibe, wenn es relevant ist, sollte es schon auf dem Radio sein. Deshalb habe ich es aufs Album gebracht. Doch ich bemerke, daß es andere Kriterien gibt. Gerade jetzt wollen viele Stationen in den Staaten "now the news" nicht spielen. Sie haben Angst davor, die Wahrheit zu sagen. Sie haben gesagt, 'Wir wollen niemanden unangenehm beeinflussen. Wir wollen niemanden unbehaglich machen.' Schockt einen das nicht?" Ich gab zu, daß es mich schockte, jedoch nicht überraschte. Klar ist viel vom amerikanischen, christlichen Radio zufrieden damit, lediglich eine geistliche Wohlfühldecke zu sein oder eine Methode, um einen Personenkult um christliche Interpreten aufzubauen. Eli will nichts davon. "Wenn es zum Evangelium von Eli wird und wenn es um Eli geht und nichts anderes mehr, dann ist es einfach Müll und ich will keinen Teil davon haben. Ich weiß, worum es bei Eli geht. Eli, wenn man ihn auf seiner eigenen Seite beläßt, ist selbstbezogen, total in sich selbst versunken (verliebt), ein Lügner, ein Schummler. Es gibt nichts gutes in mir. Deshalb habe ich mein Herz Jesus übergeben. Also ist zu mir aufsehen und mich zu erheben absolute Dummheit. Paulus sagt: 'Folgt mir, wie ich Christus nachfolge, folgt nicht einfach mir', und das ist es, was dieses Album sagt. Was mich momentan besorgt in den Staaten, ist, daß mich die Radiosender lieben, wenn ich ein Lied habe, das ein gute-Laune-Song ist, doch wenn es um Überzeugung/Schuldigsprechung geht, sagen sie, sie wollen keine Hörer verlieren. Die Bibel sagt, daß das Evangelium ein Stolperstein für einige Menschen ist. Wir gehen weiter bis zum Extremen als eine Vereinigung von Gläubigen. Entweder stoßen wir die Leute vor den Kopf mit der Bibel: 'Kehre um, oder verbrenne in der Hölle!'; oder wir sind so drauf wie: 'Hey! Was auch immer gut ist, Jesus liebt dich.' Gott ist ein Gott der Balance. Ich muß die Menschen nicht bedrohen. Ich muß nicht flach gegenüber den Menschen sein oder sie kritisieren. Doch ich kann und ich sollte und ich will meine Brüder und Schwestern herausfordern im Dienst mit mir, uns daran zu erinnern, daß wir berufen sind Gott zu dienen und nicht dem Geld, nicht dem Ruhm, nicht der Popularität. Doch wir sollten nicht glauben, wir könnten einfach unsere Brüder und Schwestern verärgern/verletzen, nur mit dem Ziel, sie wenigstens zu verärgern/verletzen." Wir begannen, über unsere Tendenz zu sprechen, lieber das Einverständnis von Menschen zu suchen, als das von Gott. "Lieder wie "beggars" (dt. "Bettler") erinnern uns: 'Hey! Sorge dich nicht um jemanden, der deine guten Taten sieht, wie es die Heuchler tun', denn Jesus sagt, daß diese Menschen bereits ihren Lohn erhalten haben. Wenn Ruhm und Erfolg das wäre, wonach ich hier suchte, wenn es Anerkennung wäre... Jesus sagt, wenn dort mein Herz ist, dann habe ich bereits meinen Lohn erhalten - das ist es. Wenn ich in den Himmel komme, wird Er sagen: 'Hey, du hast, was du davon wolltest, du warst im Radio.' Doch wenn mein Herz so ist wie: 'Herr, nicht meine Wille, sondern Deiner', dann werde ich fähig sein, die Frucht meiner Arbeit zu sehen. Also wirf deine Perlen nicht vor die Säue. Versuche es nicht und beeindrucke Menschen in der Musikindustrie. Von uns allen wird angenommen, daß wir frohe Arbeiter sind. Doch wenn du nach Nashville gehst, fängt jeder an deinen/seinen Dienst zu qualifizieren. Ich verstehe die Versuchung. Höre, wir alle wollen uns wertgeschätzt fühlen. Doch wo auch immer dein Schatz ist, dort ist auch dein Herz. Wenn wir damit fortsetzen wollen, unseren Schatz in göttliche Dinge zu legen, dann hören wir einander zu und Jüngerschaft ist viel kostbarer als eine Statue oder ein Award (Auszeichnung)."
Eli war erfreut zu lernen, daß Cross Rhythms aktuell Stücke von "now the news" spielt. Er kommentierte: "Ich beobachte das christliche Radio gerade, um zu sehen, wer mutig genug sein wird, dies zu spielen. Ich werde es einfach sehen, ob die Musikindustrie fähig ist, hervorzutreten und zu sagen: 'Dies ist ein kantiges Album. Es ist alles, was die Leute immer sagen, daß sie es haben wollen. Wir sind des Muttermilchristentums überdrüssig.' Das ist es, was sie sagen, was sie an mir mögen. Ich weiß, daß mich einige Stationen und die Leute dort mögen, doch andere haben Angst ihre Arbeit oder Geld zu verlieren, wenn sie die Wahrheit sagen. Gerade ist Superpop in. Teenager und junge Kerls, die noch nicht einmal Haare auf der Brust haben, erzählen uns etwas Geistliches und über das Leben. Zu der Zeit, als ich in diesem Alter war, habe ich erlebt, was die meisten dieser Jugendlichen nie erfahren/gesehen haben. Ich hoffe, wir fangen nicht damit an, das zu tun, was wir normalerweise in der Musikindustrie tun als Christen, und das ist, zu sagen: 'Das ist es, was jetzt angesagt ist - also alles andere, laßt es uns einsacken, laßt es uns wegwerfen und uns nach dem großen Geld ausstrecken.'" Leidenschaftlich, daß Evangelium in Aktion zu sehen, hofft Eli, daß seine Musik Gläubige motivieren wird. "Ich hoffe, es ermutigt die Kirche/Gemeinde, aus ihrer 'seligen Erlösung' herauszukommen und etwas zu tun. Die Bibel sagt: 'Glaube ohne Werke ist tot.' Du glaubst an Gott? Die Dämonen tun es auch. Komm hoch mit deinem Hintern und tue etwas für das Evangelium. Dies bedeutet nicht, etwas zu tun, was jeder sehen kann und sagen wird: 'Du bist so cool!' Es heißt vielmehr: Du kennst diesen Kerl, zwei Häuser weiter von dir, der für dich ein totaler Blödmann ist und sein Rasen ist total ungepflegt und er ist dreckig und häßlich? Warum gehst du nicht hin und mähst seinen Rasen für ihn? Warum liebst du diesen Menschen nicht und wäschst seine Füße und liebst ihn bis er entweder ein Christ wird oder bis zu dem Tag an dem er stirbt? Laß diesen Mann wissen - nicht in unsicheren Worten -, daß du ein Botschafter für Christus für ihn bist." Auf dieselbe Weise, wie die christliche Musikindustrie mit Verdacht solche Radikalen wie Larry Norman oder Rich Mullins behandelte, gibt es da nicht eine Gefahr, daß die schlimmsten Auswüchse von Nashville Eli zu einer Seite drücken wollen?, frage ich. "Natürlich gibt es das und es ist keine Gefahr, es ist eine Garantie", bestätigte er. "Ich bin bereits ein toter Mann. Es wird keine Show für mich geben, keine Parade, keine Awards (Auszeichnungen). Es wird keine Wertschätzung geben. Es ist ein Todesurteil. Ich wurde dazu berufen, für Christus zu sterben. Kann ich dir/euch etwa sagen, daß dies einfach ist? Kann ich dir/euch etwa sagen, ich würde nicht kämpfen wie ein Mann, der zum elektrischen Stuhl geht? Ich tue es. Es ist schwer, das Potential von etwas Wunderbarem zu sehen, doch zu wissen, daß es schwierig wird. Ich hoffe, daß niemand denkt, ich sei so heldenhaft, daß ich dahin gehe, willentlich, denn ich bin ein menschliches Wesen, es gibt Teile von mir, die sind bekümmert, die kämpfen. Du weißt es nicht, bis du es dir anschaust, bis die Nase deinen Namen darauf hat. Doch zur gleichen Zeit ging schon jemand dorthin zu meinem Platz und ich verdanke es Ihm, zu sagen: 'Herr, Du hast bereits mein Leben gekauft und dafür bezahlt.' Brief an die Galater Kapitel zwei, Vers zwei hatte erst vor zwei Wochen eine große Wirkung auf mich. Das war: 'Eli, es ist keine Arbeit zu gering/klein für dich.' Es ist erniedrigend, von Ort zu Ort zu gehen und zu merken, daß kein Radiosender deine Sachen spielt, sich niemand darum kümmert, wer du bist. Es ist erniedrigend und entmutigend." "Letzte Nacht fragte ich Gary Smith (von 'Big Ideas'), ob ich aufhören solle. Vielleicht sagt Gott damit: 'Schlage nicht ein totes Pferd, vielleicht solltest du aufhören.' Ich werde nicht berühmt und ich lebe in einer Industrie, die sagt, wenn du nicht berühmt bist, dann bist du nicht oben. Ich versuche einfach zu tun, was mir mein Manager vor einigen Jahren schon sagte und das ist, einfach den Mund zu halten und es zu tun. Aufzuhören mit dem Jammern und Beschweren und wie man erzählt, wie schlecht die Dinge wären. Sondern einfach zu gehen, und es zu tun. Ich werde gehen und dort dienen, wo ich kann und ich werde es versuchen und gegen mein Fleisch ringen, den ganzen Weg entlang. Larry Norman ist als großartig bekannt 20 Jahre später, Rich Mullins wird als großartig erklärt nach seinem Tod, Keith Green ist großartig, nachdem er tot ist. Ich stelle mich in keinster Weise neben diese Kerle. Doch ich halte in Erinnerung, was Jesus sagte und das ist: 'Tue, was du tust, im Verborgenen und dein Vater sieht es im Verborgenen und er wird dich ehrlich belohnen.' (Matthäus 6) Doch du wirst nicht da sein, um die Party zu sehen." —Tony Cummings ist der Herausgeber des Cross Rhythms Magazine.
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Das Original dieses Textes erschien im "Cross Rhythms Magazine", Ausgabe 66 (Januar/Februar 2002). Deutsche Übersetzung von David Decker / www.ccmtexte.de im Januar 2002. |
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Redakteur: David Decker für CCM-Rezis |
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