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| Aus: x-report
/ ideaSpektrum, 49/2003 (3. Dezember 2003) Autor: Karsten Huhn Web: www.idea.de |
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Die Sängerin Judy Bailey kam von der Karibikinsel Barbados nach Deutschland. Im Gepäck hat sie sonnige Lieder und einen fröhlichen Glauben. Sie sagt Worte wie "wow", "cool" und "funky", wechselt mitten im Satz zwischen Deutsch und Englisch und fragt ihren Gesprächspartner gleich, ob sie ihn duzen kann. Sie ist ein fröhliches Energiebündel. "Der christliche Glauben ist doch lebendig und die Kirche kein Ort, an dem einem kalt werden soll." Judy Bailey (34) gehört zu den wenigen christlichen Künstlern in Deutschland, die von ihrer Arbeit leben können. Ihr Lied "Jesus in my House" ist ein Ohrwurm. Von ihren künstlerischen Qualitäten scheint auch die weltliche Plattenfirma BMG überzeugt zu sein, die ihr neues Album "Found the sun" produziert.
Sie bringt ihre ersten Alben heraus, und 1993 wird sie zur Künstlermesse "Promikon" nach Gießen eingeladen. Die Interviews, die sie gibt, übersetzt Patrick Depuhl. Heute singt er in Baileys Band mit, und die beiden sind seit sechs Jahren verheiratet. Bailey lernt Deutsch und zieht zu ihrem Mann nach Essen. Zum ersten Mal lebt sie nicht auf einer Insel. "Ich mag Deutschland, nur ein bißchen mehr Sonne wäre ganz schön." In Essen geht Bailey zur CVJM-Gemeinde "emotion". Die Gottesdienste besucht sie allerdings nur selten. Meistens ist sie unterwegs, 90 Konzerte gab Judy Bailey in diesem Jahr. Sie spielte beim Kirchentag in Berlin und beim Versöhnungstag in Johannesburg, sie gab Konzerte in drei Budapester Gefängnissen, und für das christliche Hilfswerk "World Vision" besuchte sie Tansania und Kongo. Manchmal vergißt sie die Orte, an denen sie schon aufgetreten ist.
Vor den Konzerten betet Bailey mit ihrer bis zu acht Köpfen großen Band. "Ich nehme mir auch vor, jeden Tag in der Bibel zu lesen, schaffe das aber nicht jeden Tag." Oft zieht sie sich dafür auch zurück. "Ich bin gerne allein", sagt sie, die auf der Bühne im Mittelpunkt steht. "Auch wenn mir das viele vielleicht nicht glauben: Ich mag es, zuzuhören, anstatt viel zu sagen."
Mit ihrem Mann wird sie im nächsten Jahr nach Krefeld ziehen und
dort beim Christ Camp mitarbeiten, ein missionarisch orientiertes Erlebniscamp
mit 130 Betten, in dem man zum Beispiel Reiten und Bogenschießen
lernen kann. "Neben christlichen Jugendgruppen
kommen auch viele Schüler, die ihre Klassenfahrt zu uns machen. Jeden
Tag erzählen wir vor dem Abendbrot eine Geschichte aus der Bibel.
Es ist eine phantastische Chance, mit nicht-christlichen Jugendlichen
ins Gespräch zu kommen." --Karsten Huhn |
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Das Original dieses Textes erschien in "ideaSpektrum", Nr. 49/2003 (vom 3. Dezember 2003). |
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Redakteur: David Decker für CCM-Rezis |
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