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Kendrick:
In neuen Lobpreisliedern kommt Sünde kaum noch vor
Wenn nur Refrains gesungen
werden

Der
"Vater" der modernen Lobpreismusik, der Engländer Graham
Kendrick, macht sich Sorgen über aktuelle Entwicklungen auf diesem
Gebiet. Vielfach handele es sich um eine Art "Fröhliche Anbetung"
(Happy Worship), während Themen wie Buße und Heiligung ziemlich
verlorengegangen seien, sagte der 54jährige dem Magazin "Aufatmen"
(Witten). Kendrick hat über 300, zum Teil weltbekannte Anbetungslieder
geschrieben, zum Beispiel "Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet
auf ...". Er empfindet es als "ein bisschen unecht und unehrlich",
wenn nur über Gefühle der anbetenden Menschen gesprochen werde.
Viele wollten "einfach aus dem wirklichen Leben fliehen" und
sich keine Gedanken über Probleme wie Sünde und Schuld machen.
"Schade, Anbetung würde so viele verschiedene Farben bieten!
Aber wir feiern einfarbige Anbetungszeiten." Er selbst habe das Thema
Christenverfolgung auf seiner jüngsten CD "What Grace"
(Welche Gnade) im Titel "How Long" (Wie lange noch) aufgenommen.
Lobpreisleiter sollten sich laut Kendrick als "Diener" verstehen,
die Gott anbeten und andere in die Anbetung führen. Dazu gehöre
immer "ein absolutes Zurückstellen des eigenen Ichs". Jedes
Lied sollte etwas über Gottes Wesen und seine Taten lehren. Kendrick:
"Wir dürfen das nicht herunterspielen und bis zum Abwinken billige
Wiederholungstaten-Refrains singen." Kendrick, Sohn eines Baptistenpastors
ist Mitbegründer der Jesus-Marsch-Bewegung. Er wohnt in Croydon bei
London und gehört zu einer Ichthys-Gemeinde. Der Musiker und seine
Frau Jill haben vier Töchter.
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