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Michael Card

Porträt / Feature

   Michael Card - neue Kreditkarte?

Nein, keine neue Kreditkarte! Aber trotzdem, wenn du noch keine hast, solltest du dir unbedingt eine besorgen, zumindest eine der mittlerweile elf Platten des in den USA äußerst bekannten und beliebten Songwriters. Bei uns allerdings ist diese/r "Card" noch nicht so bekannt, oder hast du gewußt, daß "El Shaddai" nicht von Amy Grant, sondern von Michael Card stammt? Übrigens war dieser Song in den 80ern die Nr. 1 der christlichen Radiosender in den USA.

Michaels Musikstil ist schwer einzuordnen. Er versteht es wie wenige andere, seine Texte durch Musik zu unterstreichen und nicht niederzubügeln. Trotzdem kann er, wenn es sein muß, auch mal kräftig loslegen. Viele seiner Arrangements sind edelster Symphonic-Rock, dazwischen kommt er oft nur mit Gitarre und Klavier aus, ohne auch nur im geringsten zu langweilen. Ganz im Gegenteil, gerade in seinen dünn arrangierten Songs ("The Nazarene", "Arise my love") wird Michaels Klasse besonders deutlich und die Acappella-Nummern wie "The gentle healer" sind sowieso vom Feinsten.
Eines wird bei Michael Card deutlich: Der Mann weiß, wovon er singt! Wo in der christlichen Musikszene die Texte bei vielen immer flacher und bescheidener werden, hat er eine Botschaft zu vermitteln, die aus einer intensiven Beschäftigung mit Gottes Wort kommt. Nicht nur das: Du spürst, daß er eine tiefe persönliche Beziehung zu dem hat, von dem er singt: Jesus Christus! Diesem hat Card die Trilogie "The life" gewidmet. Wenn du dir einmal die Zeit nimmst, die Texte mitzulesen, wirst du dich im Stall von Bethlehem, auf den Straßen Galiläas und unter dem Kreuz wiederfinden, und erleben, daß die Botschaft von Jesus keine alte, verstaubte Sache ist. Genauso wird in Michaels zweiter Trilogie "The ancient faith"" ("The beginning", "The way of wisdom", "The word") das Alte Testament in einer Weise lebendig, wie du es vielleicht nie vermutet hättest, und das verpackt in einem Sound, der wirklich Qualität hat.

Michael Card schrieb nicht nur die Gute-Nacht-Lieder für seine zwei Kinder selbst (CD "Sleep sound in Jesus"), sondern auch ein Buch über das Leben Jesu. Er engagiert sich gegen Abtreibung und für Adoption. Seine Liebe zu Jesus, seinem Wort und zu denen, die Gottes Wort noch nicht in den Händen halten können, hat ihn nach einer China-Reise dazu bewegt, sich intensiv für die Verbreitung der Bibel in diesem verschlossenen Land einzusetzen.

Für Michael ist Musik alles andere als ein Mittel, sich selbst in den Mittelpunkt zu spielen. Sein Ziel ist: "Ich möchte Gottes Wort durch Musik mitteilen, das Interesse von Gläubigen und Ungläubigen fesseln und versuchen, ihnen zu zeigen, was für ein gewaltiges Geschenk wir in Gottes Wort haben." Leute, die mit offenen Ohren in seinen Konzerten sitzen, können bestätigen, daß dieser Mann nicht nur durch gute Musik, sondern auch durch sein einfaches, echtes und direktes Auftreten begeistert. Und genau das kommt auch auf seinen CDs voll rüber.

Wenn ich dir also eine "Card" empfehlen kann, die du brauchst, dann eine Michael Card. Diese Investition lohnt sich auf alle Fälle!



—Andreas Zachhuber für wir 6-1994

Erscheinungsdatum online:
4.1.2002
Redakteur(e): Michael Jung & David Decker für CCM-Rezis

weitere Rezensionen - siehe Michael Card-Künstlerseite >>
 


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