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Über 30 Auftritte im Jahr, seit kurzem eine dritte CD im Gepäck und immer für eine Überraschung gut: Mit Virgin, der Frauenrockband aus Wetzlar ging es trotz mancher Tiefen kontinuierlich voran in den letzten Jahren.
Virgin gibt es seit Oktober 1997 und das Projekt wurde sozusagen als Gemeindearbeit von Thomas Fricke und Carsten Rau ins Leben gerufen. Thomas Fricke ist hauptamtlicher Jugendmitarbeiter der Kirchengemeinde Katzenfurt, er macht Musikarbeit dort, managt Virgin zu 50% und schreibt jede Menge Songs für sie. Einst spielte er bei den frommen Deutsch-Rockern von MUT und nun bei Rent-A-Band. Carsten kommt aus der Jugendarbeit, managt Virgin die anderen 50%, arbeit eigentlich bei einer Marketing-Agentur und spielte einst bei Surprise, nun auch bei Rent-A-Band. Inspiriert worden sind die beiden durch die Frauen-Knast-Band aus dem Film 'Bandits'. In Anlehnung an diesen Film beschlossen sie eben eine christliche Frauenband zu gründen ;-)
Den Namen hat die Gruppe nicht aus irgendwelchen biologischen Gründen, sondern einfach weil es Frauen sind - logo. Zudem war die Idee dahinter, daß es ein einprägsamer und bewußt provozierender (gerade bei einer Frauenband) Namen gesucht wurde und "Virgin" hat sicher von beiden etwas?!
1999 trat man erstmals auf der Promikon- Messe in Gießen auf. Im Herbst desselben Jahres erschien das Debütalbum "soon comes the day" über Gerth Medien in Asslar, welches sich bei Fans und Kritik viel Respekt erwarb. Dadurch wurde die Band schnell bekannt und beliebt. Man nahm an Nachwuchswettbewerben teil und spielte zudem viele Konzerte. Weitere Auftritte bei der Promikon folgten. 2001 erschien das zweite Album "2nd chance", inzwischen über Asaph Musik in Lüdenscheid. Diese Platte war noch rockiger und "erwachsener". Man hörte die neuen Tour- und Banderfahrungen der CD deutlich an und es kam auch raus, daß das Quintett durchaus noch höhere Ziele hat, was zum Beispiel die säkulare Szene anging. Das steht bis heute noch an und vielleicht gelingt es ja der geballten Frauenpower aus dem Hessenlande demnächst einmal.
2002 kam die Band, ihr Management bzw. der damalige Vertrieb Asaph Musik etwas in die Schlagzeilen bzw. in die Gerüchteküche. Probleme können in jeder Glaubens- und Geschäftsbeziehung einmal entstehen. Christen haben jedoch die Chance auf einen Neuanfang. Diesen hat Virgin 2003 gewagt: Man steht nun ganz auf eigenen Füßen, macht alles selbst (Produktion, Werbung, Vertrieb). Und es gelang so auch ein neues Album - "boomerang" - einzuspielen, welches den beiden Vorgängern in nichts nachsteht, dafür Neues und auch eine weitere Entwicklung der Truppe erkennen läßt. Die fünf jungen Rockladies haben sozusagen den "boomerang" ausgepackt und sind sehr gespannt, wer den Mut zum Zugreifen hat.
Über ihre Ziele sagt die Band selbst: »Wir wollen den Menschen was von Gott mitteilen, weil die meisten Leute in unserer Gesellschaft eher abweisend gegenüber Kirche und Glauben sind. Wir möchten insb. Jugendliche mit guter, christlicher Rockmusik und sinnigen Texten ansprechen. Wir reden in unseren Texten über Dinge, die wir mit Gott erlebt haben, aber auch über sehr persönliche Erfahrungen über Liebe und Beziehungen. Um möglichst viele Leute zu erreichen, verfolgen wir natürlich auch das Ziel, im säkularen Bereich demnächst unterzukommen. 'Soon comes the day', wo uns das hoffentlich gelingt.« Virgin ist mittlerweile zu einer gereiften Rockband geworden, die es ordentlich krachen läßt, ohne jedoch ihre Wurzeln zu vergessen. Musikalisch sind sie noch rockiger geworden, textlich haben sie die himmlische Anbindung nicht verloren. Es sind fünf starke Persönlichkeiten, die ihren Weg gehen und doch was weiterzugeben haben. |
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Redakteur: David Decker für CCM-Rezis |
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