Interview
mit der Band "Crossword"

Das Wort vom Kreuz
Die Newcomer-Gruppe "Crossword" aus Halver haben wir
uns auf der christlichen Musikmesse Promikon 1999 herausgepickt, um ihnen
ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Crossword hat sich nach einer längeren
Pause mit neuer Besetzung und neuem Konzept zurückgemeldet. Crossword
- das sind Marc Leonardt (Bass, Backing Vocals, Songwriter), Sven Ziegler
(Lead Vocals, Guitar, Songwriting) und Oliver Schmitz (Drums, Backing
Vocals). Hier auf der Promikon wurden sie noch von zwei Kollegen unterstützt
(Thom Leonardt und Jens Knipp). Die englischen und deutschen Texte sind
nah am Leben, und es ist Crossword ein Anliegen, daß ihre Message klar
beim Zuhörer ankommt, nämlich das Wort vom Kreuz - eben Crossword!
komm!: Musikgruppen, die sich neu gründen,
stehen wohl immer vor der Frage: "In welche musikalische Richtung wollen
wir laufen? Welchen Stil werden wir spielen? Woran orientieren wir und?"
Wie ist Crossword zu ihrer Musik gekommen?

Sven Ziegler von Crossword: Nun, wir haben nicht gesagt "Das und
das wollen wir machen", und wir haben nicht überlegt "Was kommt auf dem
Markt gut an? Was fehlt?" Wir hatten schon ungefähr eine Vorstellung und
haben einfach losgelegt, und das ist dabei herausgekommen. Die Musik ist
unser aller Interesse, und wir lassen jeder für sich das einfließen, was
uns gefällt, was wir selbst gern hören. Wir haben das Ziel, noch "funkiger
und grungeiger" zu werden.
komm!: Würdest du sagen, daß der Trend von
der computer-made Musik zurück zur Akustik geht, wo die Instrumente aus
dem Schrank geholt werden, wo echtes Können und Üben dazugehört, wo einfach
Qualität entscheidend ist?

Sven: Auf jeden Fall. Der Trend geht wirklich zurück zur Handarbeit.
Eben "back to the roots". komm!: Welches Ziel verfolgt ihr mit eurer Musik?
Sven: Nun, es gibt zwei Richtungen. Es gibt Musiker, die sagen: "Okay,
wir machen Musik für den Herrn, und nur für den Herrn." Und danach Punkt,
aus, Ende. Wir, Crossword, sind der Meinung, daß das nicht die einzige
Motivation sein sollte. Unserer Meinung nach leidet dann darunter die
Musik - "Egal wie es klingt, Hauptsache, es ist für den Herrn!" Wir sind
in erster Linie Musiker, aber in noch "ersterer" Linie Christen. Und ich
kann und will nicht mein Hobby - die Musik - vom Christsein trennen. Wir
versuchen sie natürlich bestmöglich für unseren Glauben einzusetzen. Und
wenn man die Musik benutzen kann, um Jugendliche zu erreichen, dann ist
das sicher eine super Sache.
komm!: Was würdest du als Profi-Musiker Bands
empfehlen, die mehr wollen als nur in den Heizungsräumen der Gemeinde
proben und auftreten?

Sven: Als wir so in diesem Anfangsstadium waren, haben wir immer
gedacht: "Ach, vielleicht kommen wir doch irgendwann mal groß raus und
werden berühmt!" Doch diese Einstellung sollte man schnell wieder vergessen.
Wenn man sich daran krallt, dann wird man wenig erreichen. Wenn man dieses
Krampfhafte losläßt, die Sache locker angeht und einfach die Sicht hat
"Wir sind Werkzeuge in der Hand Gottes", dann werden sich bestimmt Türen
öffnen - oder auch nicht. Entweder Gott benutzt uns und unsere Musik,
oder er tut es nicht. Darauf haben wir keinen Einfluß. Auf jeden Fall
ist Dranbleiben wichtig. Ich persönlich finde es toll, wenn Band in Gemeindekellern
Musik machen.
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