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»Musik hat mich immer schon echt tief berührt«

Jill Phillips im Interview über ihr neustes Album
( Dies ist eine Übersetzung. Englische Originalversion hier...)
Die
US-Singer-Songwriterin Jill Phillips hat vor kurzem ihr fünftes Album
vorgelegt, "Nobody's
Got It All Together". CCM-Rezis sprach mit ihr über diese
CD und ihre tröstliche Botschaft gegen den Mythos der Vollkommenheit
...
Monica Seidler: Jill, was bedeutet Musik in deinem Leben? Und wann/wie hast du erkannt, dass dies dein Gebiet werden soll?
Jill Phillips: Ich glaube, Musik hat mich immer schon echt tief berührt. Ich erinnere mich, wie ich, als ich noch sehr jung war, gewisse Lieder immer und immer und immer wieder hören wollte. Erst in der Highschool und im College erkannte ich, dass man das ja auch als Beruf machen kann ... Das war geradezu surreal. Ich bin so dankbar, dass ich etwas mache, was ich liebe.
Monica: Deine neuen Lieder auf dem Album
"Nobody's Got It All
Together" sprechen vielfältig vom Mythos der Vollkommenheit.
Du singst darüber, wie wir in ein Schema zu passen versuchen und
darum oft unsere Mängel und unser Versagen verbergen. Davon, Gottes
Führung und Vorsorge vertrauen zu lernen, auch wenn keine Klarheit
über den nächsten Schritt besteht, unsere Herzen gebrochen sind
oder wir gar "einen Bruchteil von Seinem Leiden" ("Never
Let Me Down") spüren. Wie kann man in einer "undankbaren
Welt" ("Rise Above") Trost finden und auch beim Gedanken,
dass man nie wirklich hineinpassen wird – wie ein "eckiger Pflock
in ein rundes Loch" ("Square Peg")?
Jill: Ich denke, wir finden sowohl Trost bei Gott als auch Trost in der Gemeinschaft. Ich glaube, wenn wir je das Gefühl haben, nicht dazuzupassen, so schauen wir auf Christus und darauf, wie Er immer draussen war. Die Bibel lehrt, dass wir auf einem schmalen Weg sein werden, und das ist nicht immer einfach. Für mich ist es, denke ich, wie eine Therapie, darüber zu sprechen und damit zu ringen, aber letztlich finde ich viel Trost in der Gewissheit, dass Er genau versteht, wie ich mich fühle.
Monica:
Das Albumcover zeigt Porträts von dir, von Mitmusikern und Freunden.
Und der Song "Square Peg" bezieht sich auf eure kürzlich
gegründete Square
Peg Alliance, die du auch im CD-Booklet erwähnst. Kannst du uns
mehr über dieses Bündnis erzählen?
Jill: Das Lied stand in Wirklichkeit vor dem Gruppennamen, dadurch kamen wir auf diesen Namen für die Gemeinschaft. Wir hatten einige Mühe, einen Namen zu finden, und entschieden uns zuletzt für diesen, weil er zum Ausdruck bringt, dass wir wohl nicht in den Mainstream des aktuellen Musik-Geschehens passen, aber wir alle lieben die Musik voneinander und wollen uns gegenseitig unterstützen, so gut es uns möglich ist. Auf eine Art hat diese Gemeinschaft schon immer bestanden, und wir haben seit je Konzerte zusammen gegeben, gegenseitig auf unseren Alben mitgespielt usw., aber es war halt eine Möglichkeit, etwas mit einem Namen zu versehen, was schon da war. Wenn wir gegenseitig mehr Aufmerksamkeit auf unsere Musik lenken können und einander unterstützen, so haben wir unser Ziel erreicht.
Monica: "The Middle" ist ein echt schöner, gedankenvoller Song. Ich finde mich ganz darin wieder. Mit 21 hast du dein Debüt bei Word Records veröffentlicht, dann hast du dich in einem Glaubensschritt in die Unabhängigkeit mit all ihrer Unsicherheit und auch Freiheit gewagt (wie du im Buch "Art of Being" ehrlich beschreibst). Du bist nicht nur eine begabte Sängerin-Songwriterin, sondern nun auch Ehefrau und Mutter. Wie fühlt sich dieses "hier irgendwo in der Mitte" an?
Jill: Ich glaub, ich fühle mich immer etwas hin und her gerissen zwischen Altsein und Jungsein ... Wenn ich mit College-Schülern zusammen bin, werde ich daran erinnert, dass ich sehr alt bin! Ich habe immer noch von mir das Gefühl, ich komme gerade aus dem College, aber das liegt nun schon Jahre zurück. Dann wieder bin ich mit einigen der Älteren aus meiner Kirche zusammen, die viele Jahre voller Weisheit und Erfahrung zählen, und fühle solche Achtung vor ihnen. Es erinnert mich daran, dass ich noch eine weite Strecke zu gehen habe. Dieses In-der-Mitte-Stecken hat etwas, womit sich hoffentlich viele Leute identifizieren können. Ich weiss, dass ich das fast an jeder Wende in meinem Leben so finde.
Monica:
Welches ist dein liebster Bibelvers im Moment?
Jill: Ich habe immer schon Johannes geliebt, besonders Johannes 15. Hier werden die Geschichten von Jesus wirklich lebendig für mich.
Monica:
Hast du noch eine besondere Nachricht an deine europäischen Freunde?
Jill: Ich bin meinen europäischen Freunden und Fans so dankbar. Andy [ihr Ehemann] und ich waren schon in England und Dänemark und hoffen, bald dorthin zurückzukehren. Die Leute sind so toll und aufmerksam und schätzen Musik im Singer-Songwriter-Stil wirklich. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Monica: Jill, herzlichen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast!
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