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CCM-Rezis
Exklusiv-Interview:
»Mich erinnern, was
Gott bereits für mich getan hat«

Krissy Nordhoff im Gespräch
(Dies ist eine Übersetzung.
Die englische
Originalversion findet sich hier...)
Die US-Sängerin/Songwriterin Krissy Nordhoff lebt seit 1996 in Nashville, ist verheiratet mit dem Pianisten Eric Nordhoff und Mutter zweier Kinder. Letztes Jahr erschien ihr 12-Track-Album "Thank Him", woraus die zwei Lieder "Ninety-Nine" und "It All Comes Down To Mercy" auch in Europa die Radio-Charts erklommen. Hier erzählt sie von ihrem Album, von der Quelle ihrer Lieder und von ihrer Erkrankung an Lyme-Arthritis, die 2002 statt zur Verzweiflung in ganz neue Glaubenstiefen führte.
Monica Seidler: Krissy Nordhoff, dein 12-Song-Album "Thank Him" hat sowohl in den Staaten als auch in Europa Anerkennung gefunden. Ist dies dein erstes Album?
Krissy Nordhoff: "Thank Him" ist mein erstes volles Album. Ich habe 2001 eine EP aufgenommen, die sechs Lieder enthielt.
Monica: Was bedeutet Musik in deinem Leben?
Krissy: Musik ist für mich eine geistliche Sprache. Ein Teil meines Herzens kann eindeutig nur durch Musik berührt werden. Musik gibt mir mehr als irgendetwas anderes die Möglichkeit, meine Gebete, mein Empfinden, meine Gedanken und Gefühle Gott gegenüber in einer tiefer gehenden Art auszudrücken.
Monica: Welches sind deine musikalischen Einflüsse?
Krissy: Mein grösster musikalischer Einfluss war Amy
Grant. Ich hörte in meiner Jugendzeit viele andere christliche
Gruppen wie The Imperials, Harvest, Twila
Paris, B. J. Thomas und Margaret Becker,
um ein paar zu nennen. Auch viel von Barry Manilow (dank meiner Mutti)
und Crystal Gayle (dank Vati). Als Erwachsene entdecke ich, dass es mich
mehr zu gewissen Songs als zu Künstlern hinzieht. Zu den Schreibern
einiger meiner Lieblingsstücke gehören James Taylor, Billy Joel,
Sara Groves,
Carolyn Arends und Cindy
Morgan.
Monica:
Deine Lieder sind sehr persönlich, vor allem "Love You Like
Crazy", "Doubt My Doubts" oder "Daisy Days".
Gleichzeitig sind sie allgemein gültig und zeitlos ("Thank Him",
"You Are A River"). Denkst du beim Liederschreiben an ein bestimmtes
Publikum? Oder sind dies alles deine persönlichen Gebete?
Krissy:
Wenn ich ein Lied schreibe, dann neige ich klar dazu, aus meinen eigenen Erfahrungen zu schöpfen. Ich finde es einfacher, inspiriert zu werden, wenn es natürlich geschieht. Es gab schon Zeiten, da ich versuchte, einen guten Song zu schreiben, ohne dass ich mich vom Heiligen Geist führen liess, und diese Art scheint mir weniger wirkungsmächtig. – Oftmals habe ich Lieder geschrieben, wenn ich einen gewissen "Gefühlssturm" wegen irgendwas verspürte. In solchen Momenten kann ich jeweils nichts anderes tun, bis ich das, was in mir drin ist, rausgebracht habe.
Monica: Trittst du normalerweise mit einer Band oder solo auf?
Krissy: Ich trete selten mit einer Band auf. Ich habe schlicht noch nicht den Punkt erreicht, wo ich mir eine leisten kann, obwohl ich dies sehr gerne hätte. Oftmals, wenn wir in Kirchen auftreten, lassen wir uns von Mitgliedern aus der Gemeinde begleiten. Kürzlich, an einem Konzert in Michigan, spielten wir schliesslich mit einem Live-Cellisten zusammen. Das war wunderbar!
Monica: Meinst du mit "wir" dich und deinen Ehemann Eric?
Krissy: Eric spielt Klavier und begleitet mich hin und wieder oder spielt einige seiner Instrumentalstücke zum Eingang, als Nachspiel oder während der Opfergabe. Er spricht auch an Konzerten, wenn er darum gebeten wird.
Monica: 2002 wurde bei dir Lyme-Arthritis diagnostiziert, wie du im CD-Booklet zu "Love You Like Crazy" schreibst. Kämpfst du noch immer gegen diese Infektion? Was hat das für Auswirkungen auf dein tägliches Leben?
Krissy: 2003 besuchte ich eine Heilungskonferenz in der Gemeinde meiner Schwester. Gott berührte mich auf eine Weise, die ich gar nicht erklären kann. Ich wusste einfach, dass ER real ist und dass ER auf mein Gebet um Heilung antwortete. An vielen Stellen heisst es im Neuen Testament: »Dein Glaube hat dich geheilt.« Lange Zeit klammerte ich mich daran fest. Ich hörte einfach nicht mit Bitten auf (wie der Mann, der nachts an die Tür klopft mit der Bitte um Brot). Trotz vielen Ärzten und Behandlungen – die wahre Heilung begann an diesem Tag in der Kirche. Es war eindeutig ein Prozess, aber auch ein Segen. Ich bin nun beinahe wieder zu 100% körperlich fit. Und ich habe geistlich so viel gewonnen.
Monica:
Es fällt auf, dass du selbst bei den Liedern, die du 2002 geschrieben
hast, nicht bei Angst und Zweifel stehen bleibst, vielmehr sind sie voller
Glaube, Hoffnung und Ermutigung. In "Doubt My Doubts" lautet
der Schlüsselvers: »Ich muss meine Zweifel anzweifeln, so
dass ich meinen Glauben glauben kann.« Woher erhältst du
die Kraft hierzu?
Krissy: Ich erhalte meine Kraft, meine Zweifel anzuzweifeln, durch die Erinnerung daran, was Gott bereits für mich getan hat. Zum Beispiel im Jahr 1997, als ich meinen Job verloren hatte, keine Wohnung hatte, mein Auto jede Woche eine Panne baute und ich keinerlei Krankenversicherung besass. Gott machte alles wieder gut. Ich erinnere mich daran, wie meine Schwester während der Schwangerschaft Spinalmeningitis [Entzündung der Rückenmarkshäute] hatte, und Gott heilte sie und das Baby. Er rettete meinen Bruder vor dem Ertrinken. Er nahm meine teure Grossmutter zu sich nach Hause. Er half mir sicher durch zwei hochriskante Schwangerschaften hindurch, mit zwei gesunden Buben. Im Moment hilft er uns, finanziell zurechtzukommen, während sich mein Mann beruflich selbständig macht. Es scheint gerade so, dass da immer etwas Grosses ist, in dem wir ihm vertrauen müssen. Mein Glaube ist keineswegs vollkommen. Ich weiss, dass ich noch viel zu lernen habe. Manchmal sind die Liedtexte, die ich schreibe, Dinge, die ich zur Ermutigung brauche - und mit denen ich auch andere ermutigen möchte.
Monica: Welches Lied von allen, die du gesungen hast, drückt am besten die Grundbotschaft aus, die du deinen Zuhörern mitgeben möchtest?
Krissy: Ich denke, dies ist "Thank Him", weshalb wir uns auch für diesen CD-Titel entschieden haben. Es ist einfach, dankbar zu sein, wenn alles gut läuft. Wenn sich die Dinge verschlechtern, vergessen wir oft, dankbar zu sein. In Philipper 4, 6-7 steht: »Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.« Ich hoffe, dass ich den Menschen helfen kann, ihre gegenwärtigen Probleme im Leben und die Zukunft durch die Augen der Dankbarkeit zu sehen, so dass sie Frieden erfahren können.
Monica: Welches ist zur Zeit deine Lieblingsbibelstelle?
Krissy: Zefania 3, 17 ist mein Lieblingsvers. Er lautet: »Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel.«
Monica: Krissy Nordhoff, ich danke dir für deine Antworten und dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, sie für uns niederzuschreiben!
Weitere Infos & Hörproben aus "Thank Him" unter www.krissynordhoff.com
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