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"Ich möchte Gottes Liebe nicht verpassen"

Sarah Kaiser im Gespräch

Sarah KaiserSeit Mai gibt es neue Töne von Sarah Kaiser. Im Interview erzählt sie, welche Wunder sie erlebt hat, wie Gott sie verändert und warum man sie mit dem neuen Album noch besser kennen lernen kann. (Hinweis: Das Interview wurde von Gerth Medien zur Verfügung gestellt.)


Frage, Gerth Medien (GM): Du kommst gerade von deinem Israel-Urlaub zurück. Was hat dich am meisten beeindruckt?
Antwort, Sarah Kaiser: Dass dieses Land so viele Gegensätze in sich birgt. Einerseits ein so geschichtsträchtiges Land, gerade für uns Christen, in dem der Orient lebendig ist und du mitten in der Nacht vom Gesang des Muezzins geweckt wirst. Gleichzeitig zeigt sich das Land einige Kilometer weiter hochmodern und westlich geprägt. Beeindruckend fand ich auch die Natur – vor allem die Wüste. Wir waren fünf Tage auf Wüstentour und haben atemberaubende Landschaften gesehen.

Sarah KaiserGM: Wieder zurück in Deutschland, darfst du deine neue CD mit dem schönen Titel "Miracles" in Händen halten. Geht es dabei um Wunder, die du selbst erlebt hast?
Sarah Kaiser: ... oder erleben will, wie es im Titelsong "Miracles" ausgedrückt ist: »Ich möchte die Wunder nicht verpassen, Gottes Liebe nicht verpassen.« Damit meine ich gar keine spektakulären Wunder wie Heilungen, sondern Wunder, die im Verborgenen passieren. Wenn du z. B. jahrelang für eine Person betest und schon resigniert hast und sie sich dann plötzlich für Gott interessiert und von ihm berührt wird, obwohl sie vorher dafür nicht zugänglich war. Das habe ich gerade wieder erlebt. Solche Wunder möchte ich miterleben.

GM: Ein anderer Song handelt von Veränderung. Welche Veränderungen wünschst du dir?
Sarah Kaiser: Die letzten Jahre waren für mich persönlich keine leichte Zeit. Es gibt einfach bestimmte Haltungen, Empfindungen und Wünsche, die ich seit einiger Zeit vor Gott bringe. Mit der Bitte, dass Er mich bzw. die Situationen verändern möge. Mir ist dabei klar geworden, dass Ersteres eher zutrifft – dass Gott mich verändert. Also geht es mehr um innere Veränderung – mehr Dankbarkeit, mehr Frieden, mehr Sicht für das, was Gott tun möchte, wo Er (auch durch mich) wirken möchte.

Sarah KaiserGM: Verändert hat sich auch der Musikstil, im Vergleich zu deiner letzten CD "Gast auf Erden". Warum machst du jetzt etwas völlig anderes?
Sarah Kaiser: Also, um das klarzustellen, ich habe meinen Musikstil nicht verändert. Die Hörer lernen einfach eine andere Seite von Sarah Kaiser kennen. Anders ist nur, dass es jetzt vor allem Lieder von mir selbst sind. Also noch etwas persönlicher und näher an mir selbst als die Paul Gerhardt-Lieder. Stilistisch hat sich nicht viel geändert, denn musikalisch ist es – wie auf "Gast auf Erden" auch – eine Mischung aus Jazz, Soul, Pop und Gospel. Da einige der Songs für Jazzclubkonzerte entstanden sind, gibt es einfach mehr Improvisation und die Texte sind englisch.

Anders ist auch, dass auf "Miracles" nicht Studiomusiker spielen, sondern meine eigene Band, die Jungs, die mich seit eineinhalb Jahren auch live auf den Konzerten begleiten und die Enstehung dieser Songs mitgeprägt haben. Bei "Gast auf Erden" gab es durch die Texte und Melodien natürlich gewisse Vorgaben für das, was wir entwickelt haben. Auf "Miracles" sind die Lieder während der letzten 3 Jahre entstanden, ein Großteil innerhalb des letzten Jahres.

Es sind meine eigenen Erfahrungen, diesmal zum großen Teil auch in eigene Worte gefasst. Für mich gibt es kein "besser oder schlechter", kein "entweder oder". Beide Projekte stehen gleichwertig nebeneinander. Ich bin ein vielseitig interessierter Mensch. Das merkt man, wenn man beide CDs hört. Ich hoffe, dass die Hörer diesen Weg mitgehen können.

Sarah KaiserGM: Wem würdest du also das Album empfehlen?
Sarah Kaiser: Allen, denen die Musik auf "Gast auf Erden" gefallen hat, die etwas mit englischen Texten anfangen können und die offen sind für Neues. Und allen, die Jazz und Soul mögen und die Sarah Kaiser etwas persönlicher kennen lernen möchten.

GM: Du bist die nächsten Wochen viel zu Konzerten unterwegs. Was werden die Besucher von dir hören? Mehr "Miracles" oder Lieder von "Gast auf Erden"?
Sarah Kaiser: Momentan konzentrieren wir uns auf "Miracles". Aber es kommt darauf an, was der Veranstalter vor Ort für ein Programm plant. In Hannover beim Kirchentag zum Beispiel hatten wir zwei Konzertabende. Dabei konzentrierten wir uns einmal auf die Gerhardt-Lieder und danach auf "Miracles". Oft spielen wir aber auch ein gemischtes Programm.



—Interview: Zur Verfügung gestellt von Gerth Medien, Asslar.

Erscheinungsdatum online:
4.7.2005
Redakteur(e): David Decker für CCM-Rezis

weitere Rezensionen - siehe Sarah Kaiser-Künstlerseite >>
 


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