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Akustisch, fantasievoll und beschwingt ...

Interview mit Werner Hucks

Werner HucksÜber 25 Jahre ist Werner Hucks bereits als Gitarrist unterwegs, gab mehr als 2.500 Konzerte und wirkte bei über 1.000 Musical-Shows mit. Nebenbei trat er in Funk und Fernsehen auf. Außerdem erteilt er Gitarren-Unterricht und fand immer wieder Zeit für eigene Plattenaufnahmen - für christliche Musikverlage. (Hinweis: Das Interview wurde von Gerth Medien zur Verfügung gestellt.)


Frage, Gerth Medien (GM):
Lieber Werner, eine Sache, die Menschen, die mit dir zusammen arbeiten, hoch schätzen, ist, dass du dich in mehreren Musik-Richtungen zu Hause fühlst. Gibt es momentan ein Genre – oder ein Lieblings-Live Programm, das du gerade favorisierst? Wenn ja, warum?

Antwort, Werner Hucks: Tja, nachdem ich in den letzten Jahren in zum Teil sehr großen Ensembles gespielt habe, genieße ich im Moment jedes einzelne Gitarrenkonzert ganz besonders. Für mich ist es eine tolle Kunstform, mit nur einem Instrument einen musikalischen Bogen von Klassik bis hin zu moderneren Stilen zu spannen und gleichzeitig gute Unterhaltung zu bieten. Also: Gitarre-Solo!

GM: Hat Werner Hucks ein Lieblingslied? Wenn ja, welches?
Werner Hucks: Ja! "Narrow Daylight" von Diana Krall aus der CD "The Girl In The Other Room".

Werner HucksGM: Der Titel Deiner neuen CD "Saiten-Reise" lässt ja schon ein wenig Fernweh aufkommen. Gibt es eine Reise, die Dich besonders inspiriert hat – vielleicht sogar für ein Lied?
Werner Hucks: Vor einigen Jahren war ich mit zwei Bekannten auf einem Katamaran in der Karibik unterwegs und von dieser Reise hab ich mit Abstand die meisten neuen Melodien und Kompositionen mitgebracht.

Wenn ich im Moment die Möglichkeit hätte, würde ich sehr gerne in den Westen der USA fliegen und dort eine Tour mit einer Harley-Davidson unternehmen.

GM: Im Werbetext zu deiner CD steht, dass dich der Glaube an Gott und die heilsame Wirkung der schwingenden Gitarrensaiten motiviert und beflügelt. Was genau meinst du, wenn du sagst, dass dich der Glaube beflügelt?
Werner Hucks: Beflügelt im Sinne von: aus meinem Blickwinkel herausfliegen und das Leben immer wieder aus einer anderen Perspektive sehen können. In unserem Fall als Christen aus der Perspektive, dass wir von Gott gewollte und geliebte Menschen sind, die das Leben geschenkt bekommen haben und es nutzen sollen.

GM: Du hast bei dem bekannten Musical "Les Miserables" mitgespielt. Eine sehr beeindruckende Geschichte über Liebe und Leid in sozialen Missständen, die durch die französische Revolution noch schlimmer wurden. Wie hast du persönlich diese Shows erlebt? Verliert sich das Interesse an der Handlung, wenn man die gleiche Aufführung schon mehrere duzend Male gespielt hat?
Werner HucksWerner Hucks: Ich habe die Shows genossen, obwohl sie mit Pause 3,5 Stunden lang waren. Das bedeutete, dass wir als Orchester samstags und sonntags sieben Stunden unser Instrument in den Händen hatten und auf einem sehr hohen Niveau musiziert haben. Das ist sehr, sehr anstrengend! Aber für dieses Musical hat sich die Mühe gelohnt. Mein letzter musikalischer Direktor sagte einmal: "jedes Mal wenn ich eine Show 'Les Miserables' dirigiert habe, habe ich den Eindruck, dass die Welt jetzt ein kleines Stück besser geworden ist".

Im Gegensatz zu vielen anderen Musicals war bei 'Les Miserables' der inhaltliche Aspekt prägend für die ganze Atmosphäre im Theater. Es war für uns alle nicht nur ein Job.

GM: Wie viele Gitarren hat Werner Hucks?
Werner Hucks: 14.

GM: Herzlichen Dank für das Gespräch!



—Interview: Zur Verfügung gestellt von Gerth Medien, Asslar.

Erscheinungsdatum online:
3.3.2006
Redakteur(e): David Decker für CCM-Rezis
 


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