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 sound7.de
- the christian music channel [neu 2002]
http://www.sound7.de
Nach fast drei Jahren im Netz durften nun erstmals die
virtuellen Malermeister das Heft in die Hand nehmen und der Präsenz einen
neuen Anstrich verpassen. Groß beworben und angepriesen wurde die neue
Fassadengestaltung in diversen christlichen Medien. sound7 und CINA haben
eben alle Möglichkeiten zur Verfügung.

Bekannt ist aber, daß eine neue "Außenhaut" eine Website nicht besser
macht, sondern dies höchstens neue Inhalte, neue Konzepte/Strategien oder
neue Leute bewirken können. Im großen und ganzen kann ich keinen wirklichen
Unterschied zwischen den beiden Angeboten feststellen, das neue ist wie
das alte, aber eben nur "in grün". Die
Funktionen sind dieselben und die Inhalte. Einzige Neuerung ist die Zugänglichkeit
älterer Artikel (Interviews) in einem Archiv und eine teilweise direkte
Bestellfunktion für CDs. Besonders ersteres war längst überfällig und
ist in der Praxis natürlich sehr nützlich. Die Aktualität und Qualität
der Newsmeldungen hat sich aus meiner Sicht insgesamt gebessert. Größter
Trumpf der Site ist wohl jetzt die Datenbank mit den Künstlerinfos für
nationale (also deutsche) Interpreten, die massiv ergänzt wurde.

Beim Layout fällt dem interessierten Betrachter sicher schnell der manchmal
sehr zerklüftete Seitenaufbau auf, der die Vermutung nahelegt, hier herrsche
kein Konzept vor. Gleiches setzt sich bei den Linkangaben unter manchen
Feature-Artikeln bzw. CD-Rezensionen fort. Beim Surfen auf der Site nerven
mich regelmäßig die blinkenden gif-Grafiken, vielleicht kann man die in
Zukunft abstellen. Lobend zu erwähnen ist aber die Bereitstellung von
Druckversionen bei längeren Artikeln, wo man sich den Ausdruck unnötiger
Site-Elemente spart.

Bei den CD-Rezensionen hat sich von der inhaltlichen Herangehensweise
nichts geändert, außer das die Punktebewertungen komplett weggefallen
sind. Neu ist bei vielen CDs die Angabe eines Tracklistings, was mitunter
sehr hilfreich sein kann. Negativ ist aber, daß es keine Soundclips gibt,
was aber wohl rechtliche Gründe haben könnte. Sehr schlecht finde ich
jedoch, daß nirgendwo ein Autor bei den Rezensionen angegeben ist, noch
nicht einmal das Datum der Niederschrift (Monat und Jahr hätten gereicht!).
Sowas nennt man bei einem Musikmagazin schlicht unprofessionell. Zu diesem
Eindruck gesellen sich zusätzlich oft schlecht bearbeitete und uneinheitliche
(Größe!) Cover-Grafiken.

Zur neuen Suchfunktion möchte ich auch noch ein Wort verlieren: Diese
durchforstet auf Wunsch das gesamte Angebot und kann auch filtern. Das
ist erst mal ein Punkt in der Plus-Kiste. Leider findet sie nicht auf
Anhieb alles, sondern manches nur nach mehrmaligem, nervenaufreibendem
Probieren (z.B. bestimmte Sachen von Phil Joel, Newsboys).

Fazit: Leider nichts neues an der sound7-Front, denn es gibt weiterhin
mehr Schein als Sein. Das Geld und das große Tra-Ra, was in die Werbung
für ein neues "Outfit" reingepulvert wird, hätte man lieber in ein richtiges
Konzept und originelle Inhalte stecken sollen (das ist besser als jede
Werbung!!!). So aber behält die Site weiterhin einen faden Beigeschmack
und tut nur sehr wenig, um die Besucher auf Dauer zu binden. Schade nur,
daß viele Leute bis heute den vermeintlich "großen" wie Pila und sound7
nachlaufen und dabei soviel anderes am Wegesrand ignorieren.
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