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Titelbild der Ausgabe 64
(September Oktober 2001) |
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Cover
der beiligenden CD "Cross Rhythms - The Experience" |
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"Cross
Rhythms"

( Cross Rhythms / Asaph Musik
)
1990 startete Großbritanniens führendes christliches
Musikmagazin seinen Dienst. Inzwischen konnte diese Position unangefochten
ausgebaut werden. Innerhalb Europas gilt das Blatt als das einzige Hochprofessionelle,
auch in den USA wird es von Insidern sehr geschätzt. Auch sind viele weitere
Dienste im Laufe der Zeit dazugekommen: das jährliche Festival - eines
der besten seiner Art in ganz Europa (!) -, die wachsende Radioarbeit
sowie die stetig ausgebaute Website.
Warum ich von "Dienst" spreche, ganz einfach: Cross Rhythms sieht seine
Arbeit selbst so. Solch eine Arbeitseinstellung und globale Vision ist
mir in Deutschland bisher nicht begegnet. Gerade wenn wir in Deutschland
jammern, verstrahlen diese Briten Hoffnung, Freude und Humor, und sie
haben diesen Weitblick, das feste Ziel immer vor Augen. Ziel ist die Förderung
der Verbreitung christlicher Musik mit nahezu allen seriösen Mitteln,
um das Evangelium in die Gesellschaft hineinzubringen. Der Untertitel/Slogan
der Zeitschrift unterstreicht dieses Motto deutlich: früher hieß er "music
to free the spirit", später "for a sound vision" und aktuell "a sound
vision for changing times".

Bis vor wenigen Monaten war die Zeitschrift noch zu großen Teilen schwarz-weiß
und mit verhältnismäßig wenig Bildern ausgestattet. Nach einem gründlichen
Layoutwechsel hat sich dies sehr verändert, hin zu einer trendy Aufmachung.
Die Inhalte haben darunter fast nicht gelitten. Nach wie vor gibt es ausführliche
Berichte und Interviews zu Interpreten aus Großbritannien, Irland, den
USA und weiteren Ländern. Dazu gesellen sich fundierte Artikel, Thesen
und Analysen zu allen Aspekten der christlichen Musikszene. Was mir dabei
absolut gefällt, ist die selbstkritische Herangehensweise und der demütige
Ton in dem geschrieben wird. Besonders letzteres trifft natürlich auf
die Rezensionen zu, die es meist zu Hunderten (!) in jeder Ausgabe gibt.
Den bissig-schnippisch-überheblichen Ton von deutschen Blättern sucht
man hier zum Glück vergebens. Die Briten bewerten fair und ehrlich, geben
den Künstlern aber immer eine Chance. Im Gegenzug müssen auch bekannte
Leute schon mal ein paar Minuspunkte verkraften. Verisse gibt es aber
wirklich äußerst selten und dann sind sie fast immer auch gerechtfertigt.
Motto ist immer, welchen geistlichen Einfluß eine CD letztlich ausüben
kann, d.h. es wird weit mehr als die reine Musik begutachtet, also auch
das Leben der Künstler!
Zu den CD-Rezensionen, die nunmehr nach Stilarten geordnet sind, gesellen
sich noch welche für Bücher, Videos, CD-ROMs und Websiten - natürlich
nur, solange entsprechendes Material vorliegt. Besonders gut finde ich
die Systematisierung der Rezis: es gibt einen 10-Punkte-Bewertungsschlüssel,
der sich über die ganzen Jahre wirklich bewährt hat. Ziel ist es bei CDs,
möglichst alle in Großbritannien erhältlichen frommen CDs zu bewerten.
Dazu werden auch Demos gezählt, sowie auch alles, was nur über Post/Internet
bestellt werden kann. Außerdem werden CDs des säkularen Marktes mit aufgeführt,
die einen christlichen Bezug haben.

Drei Namen liest man häufig in dieser Zeitschrift, es sind Chris Cole
(Chefredakteur), Tony Cummings (zweiter Chefredakteur, einer der Haupt-Rezensenten)
und Mike Rimmer (Redakteur, auch einer der Haupt-Rezensenten). Sie prägen
die Inhalte entscheidend mit und halten die Vision immer wieder am Leben.
Durch ihre große Sachkenntnis sind sie als Brücke zwischen dem amerikanischen
und europäischen Markt auch für Deutschland von großer Bedeutung. Beispielsweise
spielt Mike Rimmer auch einige Interviews der deutschen Presse zu...

Das größte Schmankerl dieses Magazins ist jedoch nicht lesbar, sondern
nur hörbar: die Audio-CD, die jeder Ausgabe mit beiliegt. Hier ist eine
komplette Radioshow drauf, mit komplett ausgespielten Liedern, aber auch
mit den Anmoderationen. Dazwischen gibt es Berichte und Werbung für Festivals
und Dinge in eigener Sache, sowie jedes Mal mindestens zwei Ultra-Kurz-Andachten
vom australischen Prediger John Smith. John ist ein echtes Original, der
es immer fertig bringt, von aktueller Musik auf ein wichtiges geistliches
Thema zu projektieren. Die Songs sind gemischt aus Liedern von brandneuen
CDs bekannter Künstler und tollen Stücken von Nachwuchstalenten. Bei letzteren
gibt es verständlicherweise (fast) nur britische Acts zu hören, was dennoch
äußerst bereichernd ist.

Nicht so gut finde ich, daß in den letzten Monaten immer mehr Anzeigen
zu sehen sind, auch wird zu wenig auf europäische Künstler eingegangen.
Nur ab und zu tauchen deutsche, holländische oder schwedische Scheiben
in der Bewertung mit auf. Interviews mit Charizma (Schweden) und normal
generation? sind leider die absolute Ausnahme. Dafür muß man den Redakteuren
Respekt zollen, daß auch deutsche Künstler oft sehr hohe Punktzahlen mit
ihren CDs erreichen!

Fazit: Wer sein Schul-Englisch noch einigermaßen drauf hat und wer für
sein Geld einen ordentlichen Gegenwert haben will, sollte unbedingt Kontakt
zum deutschen Vertrieb "Asaph" aufnehmen. Cross Rhyhtms ist eine sehr
hilfreiche Informationsquelle, nicht nur für Szene-Insider/-Mitarbeiter
sondern auch für "Otto Normalverbraucher"!
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