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Titelbild der Nummer 7-2001
(August 2001) |
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"dran"

( Bundes-Verlag / christl. Buchhändler
)
Zu Anfang muß ich Farbe bekennen: ich besorge mir dran
nur wegen dem Musikteil. Für meine Arbeit bin ich auf diesen angewiesen.
Und es ist schon jedes Mal interessant. Mit dem Rest des Magazins konnte
ich mich auch nach über sieben Jahren noch nicht anfreunden. Nur soviel:
ein "Magazin zum Selberglauben" ist dran für mich nicht. Eher das Gegenteil
würde zutreffen, denn wenn man nicht sattelfest ist, kann einen dran schnell
im Zeitgeist mit fortreißen (Hebräer 13, Vers 9 empfiehlt uns aber genau
das Gegenteil!).

Meist ist es bei dran so, daß es mindestens einen Künstler-Bericht pro
Heft gibt oder ein Interview; oft passend zu den aktuell veröffentlichten
CDs. Zusätzlich erscheinen dann noch Kurzberichte, diverse Konzertberichte
von deutschen bzw. europäischen Veranstaltungen (z.B. Flevo Festival,
Promikon, Christmas Rock Night). Hin und wieder werden kritische Analysen
der Szene veröffentlicht. Immer gibt es einen News-/Szene-Teil, wo der
mehr oder weniger (durch die Erscheinungsweise bedingt) aktuelle "Tratsch"
zu finden ist. Hin und wieder lese ich hier echte News! Wer überhaupt
etwas von den Künstlern aus Deutschland und der Schweiz erfahren will,
ist praktisch auf dran angewiesen. Wer dazu von der internationalen Szene
etwas in deutscher Sprache lesen möchte, ist es ebenfalls.
Neben Buch-Tips gibt es in jedem Heft ca. sechs CD-Kritiken. Es gab auch
schon Ausgaben mit nur fünf, aber auch schon welche mit mehr als zehn
;-) Alle CDs werden getrennt nach Musik und Text benotet, jeweils nach
einem 5-Punkte-Schlüssel. Es kommen bisweilen schon mal Rezensenten zu
Wort, die keinen blassen Schimmer von dem haben, was sie da tun. Gut,
darüber kann man vielleicht noch geradeso hinwegsehen; doch wenn ich öfters
diesen schnippischen, herablassenden Ton über mich ergehen lassen muß,
wird mir schlecht! Wo bleibt Fairneß und journalistische Objektivität
wenn ein Metal-Freak eine Popscheibe nach der anderen in den (virtuellen)
Papierkorb tritt? Zum Ausgleich sei jedoch angemerkt, daß ich schon viele
hervorragende Rezis in dran las, die alles in wenigen Worten auf den Punkt
brachten! Trotzdem finde ich diese oft zwischen den Zeilen zu lesende
"christliche-Musik-ist-doch-nur-ein-Abklatsch-unserer-säkularen-Favoriten"-Meinung
widerlich.

Fazit: Für Leute aus der Szene und echte Musikfreaks ist dran wirklich
zu empfehlen, schon allein wegen der zahlreichen Interviews, Artikel und
Features im Musikbereich. Die Rezensionen sind wie gesagt immer eine Hängepartie.
Eine kritische Analyse des Gelesenen ist also bei allem angebracht.
Der Rest der potentiellen Leser muß entscheiden, ob die übrigen (nicht-musikalischen)
Inhalte des Blattes für ihn noch etwas bringen - nach Abzug der als negativ
zu bewertenden Teile (dran ist sehr liberal/pluralistisch).
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