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Top10 Songs 2006 |
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»Bitte töte den Lügner, den Dieb in mir. Du weisst, dass ich ihre Grausamkeit leid bin. Hauche in meinen Geist, hauche in meine Adern – auf dass nur noch Liebe übrigbleibt.« Zum Lied: Ein nachdenkliches, berührend gedichtetes Gebet an Gott, dass er das Herz von allem Unreinen und Unheiligen reinigt, auf dass nur noch Liebe darin übrigbleibt. |
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»Du bist dem Zigeunerherzen ein Zuhause.« Zum Lied: Die orchestrale Klangkulisse in diesem melancholischen Pilgersong bringt mich zum Träumen. Im Wortschatz alter Mythen und Heldengeschichten schildert Michelle Tumes, wie jemand versucht, unabhängig von Gott zu "grüneren Weiden" zu gelangen, nur um zu erkennen, dass echte Zufriedenheit bedeutet, zufrieden in Ihm zu sein. |
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»Wach auf, toter Mensch, steh auf aus deinem Schlummer, wach auf und komm zu mir!« Zum Lied: Ich assoziere Staunen über Gottes spürbare Anwesenheit in unserem Leben; Erlösung durch seine Gnade und Liebe, die neues, "lebendiges" Leben und echte innere Freiheit schafft; Glaube, der auch über Wasser trägt ... Wörtlich verstehen lassen sich Sandra McCrackens Songs selten, und sie ist bekannt dafür, dass sie ihre vielschichtigen Verse gerne so stehen lässt, ohne Erklärungen nachzuschieben. Die Demo-Version, die Sandra McCracken auf MySpace.com vorstellte, gefällt mir übrigens noch besser. |
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»Ich werde gehen, wenn er ruft. Ich will im Glauben leben, meinen Blick auf ihn richten, während ich diesen Lauf renne. Nichts hält mich zurück.« Zum Lied: Mit seinem vorantreibenden, dröhnenden Bass, dem jugendlich frischen Leadgesang von Jordan House und den komplex ineinandergreifenden Stimmen ähnelt dieser packende Song dem älteren Acappella-Hit "Well On My Way". Er erzählt Matthäus 14, 28–30 für all jene nach, die Jesus nachfolgen wollen und dabei merken, wie so viel zurückhält und verunsichert. "Ich bemerkte meine Angst, aber ich wusste, dass es in seiner Nähe sicherer war als hier, wo ich gerade war." Zur CD: Das neuste Album in der 25-jährigen Erfolgsgeschichte der Vokalgruppe begeistert mit dem "klassischen" Acappella-Sound: dichte Harmonien, gospelig-mitreissende Melodien und Texte über Jesus Christus, die direkt der Bibel entstammen. Die fünf jungen Sänger eifern hörbar den Vorgängern Moyers, Adams & Co. nach. |
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»Jesus, der Herr, ist mein Erlöser, mein Hirte und mein Gott; mein Licht, meine Stärke, meine Freude, mein Glück, und ich halte seine Gnade in Erinnerung.« Zum Lied: Ein zeitloses Zeugnis von Gottvertrauen und Gottseligkeit. Sandra McCracken vertonte die Verse von William Gadsby vom Anfang des 19. Jahrhunderts einfach wunderschön: schlicht, aber innig, dass es mich jedes Mal tief berührt. Die Version auf ihrem Hymnen-Album wurde nur mit Akustikgitarre im Hausflur aufgenommen und nachträglich mit Cello unterlegt. Eine weitere, ebenfalls feine Akustik-Einspielung findet sich auf dem letzten Album von Indelible Grace, "Beams of Heaven". |
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»Was nützt der Ausruf: Bitte, Heiland, komm!, wenn es gar nichts gibt, wovon du gerettet werden musst? ... Färbe die Wahrheit über dich selber nicht schön. Denn bei keinem ist alles in Ordnung.« Zum Lied: Mit ihrem Aufruf, sich nicht hinter einem Image zu verbergen, trifft Jill Phillips einen wunden Punkt. Ist es nicht so, dass wir oft selber nicht wissen, wer wir eigentlich sind, aber uns täglich, manchmal fast schon chamäleonartig dem Diktat unseres Umfeldes oder unserem eigenen Idealbild vom Supermenschen unterwerfen? Der poppig-beschwingte Song ist eine Einladung, Gemeinschaft zu vertiefen, indem wir einander eben gerade nichts vorspielen. |
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»Wer uns von ganz weit oben sieht, muss sicher lachen,denn von dort oben sehen wir bestimmt genau wie kleine Tiere aus, die emsig tausend Sachen von einem Ort zum andern schleppen durch den Bau. Zum Lied: Da ich mich oft mit einer viel zu schweren Tasche durch die Gegend schleppe, konnte ich sogleich an diesen clever gedichteten, nachdenklich stimmenden Katalog unserer Lasten anknüpfen. Manfred Siebald spannt den Bogen weit: von den täglich mitgeführten Siebensachen und Wohlstands-Accessoires über Sammelwut bis zu belastenden Erinnerungen und Schuld, die uns niederdrückt. Der deutsche Liedermacher singt seit Jahren davon, dass es einen Ort gibt, wo Lasten nicht nur abgegeben, sondern umgetauscht werden können. Zur CD: Ein wie gewohnt brillantes Vollkost-Album mit leichtfüssigem, kammermusikalisch feingliedrigem Sound. Manfred Siebald singt nie einfach um der schönen Klänge willen, sondern hat immer etwas Wesentliches weiterzugeben. In seinen Liedern schlägt er Brücken zu (geistlichen) Erkenntnissen, die uns ganz praktisch im oft sorgenvollen und lastenschweren Alltag weiterhelfen können. Freundschaftlich, pointiert, lebensweise. |
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»Sie bildet sich ein, die Welt sei freundlich und sie immun gegen ihre Lügen. In einer perfekten Welt kann sie frei sein. Aber eine perfekte Welt wird's nie geben.« Zum Lied: Das wehmütige, von Klavier und Streichern stimmungsvoll begleitete Lied ist allen Ophelias unserer Zeit gewidmet, die in ihrer Sehnsucht nach Liebe und Annahme enttäuscht und verletzt worden sind. Es gibt noch keine Antwort darauf, wie mit einem gebrochenen Herzen, einem verkorksten Leben umzugehen sei – dazu muss man sich das Album von Anfang bis Schluss anhören. Aber Jinny Kim, die ihre Lieder in einer schwierigen Zeit niederschrieb, gibt ihren Zuhörerinnen zu verstehen, dass sie nicht allein sind mit ihren Verletzungen. |
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»Würde ich niederfallen und anbeten, alle meine Schätze zurücklassen für eine Chance, dem Mann näher zu sein, der mein Lebensretter sein könnte?« Zum Lied: Das melodiöse, energische Auf und Ab dieses Powersongs voller Fragen, den Scott Krippayne und Kent Hooper zusammen schrieben, kommt im Gesang von Travis Cottrell eindrücklich zur Geltung. Was wäre, wenn wir Jesus zu Lebzeiten erlebt hätten? Hätten wir ihn erkannt? Hätten wir ihm geglaubt? Hätten wir uns mit ihm sehen lassen? ... |
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»Ich will meinen Blick auf den Schöpfer dieser Berge richten, die ich nicht erklimmen kann. Ich will meinen Blick auf den richten, der die wild tobenden Ozeane beruhigt. Ich will meinen Blick auf den Heiler der Verletzung, die ich in mir trage, richten.« Zum Lied: Ein rundum stimmiger, dynamisch aufgebauter Popsong. Für Bebo Norman typisch, beginnt er in einer Stimmung der Einsamkeit und Hilflosigkeit und steigert sich zu einem Ausdruck von Vertrauen in Gott, welcher über allem steht und doch gnädig auf ein Gebet aus tiefstem Herzen hört.
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Monica Seidler, März 2007 |
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